VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Der SC Verl befindet sich in der Dritten Liga weiter auf dem Vormarsch: Die Mannschaft von Alexander Ende gewinnt am Freitagabend mit 2:1 in Aue - und das obwohl die Gäste bis in der 90. Minute mit 0:1 zurücklagen. Verl verbesserte sich mit diesem überraschenden und glücklichen Auswärtsdreier auf Rang vier, Aue rutschte auf Platz fünf ab. Verls Ausgleichsschütze Maximilian Wolfram erklärte gegenüber "MagentaSport": "Wir haben eine Riesenmoral gezeigt. Dass wir das am Ende drehen, ist wirklich klasse. Die Rückfahrt wird schön." Die Verler sind nun seit sechs Spielen unbesiegt. "Unabhängig von der Tabelle - ich bin total stolz auf meine Mannschaft", erklärte Verl-Trainer Ende: "Wir sind hartnäckig geblieben. Jetzt haben wir zwei Tage frei. Es gibt nichts Schöneres."

Aues Trainer Pavel Dotchev war verständlicherweise sehr enttäuscht: “Im Fußball gibt es manchmal unerklärliche Sachen. Das ist sehr enttäuschend für die Jungs. Wir haben soviel richtig gemacht. Der Fußballgott hat entschieden. Wir haben nicht innerhalb einer Minute die Kräfte verloren - das ist Quatsch. Fußball ist auch hart. So ist das Leben. Das müssen wir akzeptieren. Ich brauche die Mannschaft nicht aufrichten. Was sie geleistet hat, war top.” Aber offenbar nicht top genug…

Die Löwen spielen am Samstag mit einer Rumpfelf gegen Tabellenführer Jahn Regensburg (14 Uhr, db24-Ticker). “Wir haben trotzdem eine gute Mannschaft”, erklärt Trainer Maurizio Jacobacci, der nach seiner roten Karte beim 1:2 in Köln mit einem Innenraumverbot für die kommende Partie belegt worden ist.

Die Begegnung zwischen den Löwen und Regensburg ist eine Neuauflage des Relegationsdramas, das die Blauen vor 62.000 Fans in der Allianz Arena mit 0:2 verloren. Erstmals seit 2017 stehen sich die beiden Vereine in einem Pflichtspiel nun wieder gegenüber. Klar, dass die Emotionen morgen hochhochen werden…

Das Drittliga-Steno:

Aue - Verl 1:2. Tore: 1:0 (67.) Stefaniak, 1:1 (90.) Wolfram, 1:2 (90.+1) Corboz. Zuschauer: 8.000.