VON OLIVER GRISS UND ULI WAGNER (FOTO)

Nachdem sich Finanz-Geschäftsführer Marc Pfeifer vor einigen Tagen der “Süddeutschen Zeitung” gestellt und die Gesamtentwicklung des TSV 1860 aus seiner Sicht dargestellt hat, hat die Fußballfirma vor dem Heimfinale gegen Mannheim (heute, 19 Uhr, db24-Ticker) nun auch auf der vereinseigenen Webseite ein Statement veröffentlicht und sich dabei trotz der verfehlten Ziele selbst auf die Schulter geklopft. Die Botschaft im Wortlaut:

Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat in den vergangenen Jahren weiter alles unternommen, um Erlöse weiter zu steigern und Kosten zu reduzieren. Dies wurde im Wesentlichen durch die Steigerung der Sponsoringerlöse sowie durch ein restriktives Kostensenkungsprogramm in allen Verwaltungsbereichen, mit dem ausgegebenen Ziel dabei die Qualität der Verwaltungsarbeit nicht zu mindern, erreicht.
Das Kostensenkungsprogramm hat dazu geführt, dass über den Zeitraum der letzten drei Jahre substanzielle nachhaltige Kostensenkungen von insgesamt rund zwei Millionen Euro erzielt wurden.
Es gab vorne weg keine Denkverbote, es wurde vor keinem Bereich Halt gemacht und „jeder Stein umgedreht“. Neben der Steigerung der Effizienz durch Optimierung von Arbeitsabläufen und der Beschleunigung interner Prozesse durch die Verwendung effektiver Technologien schlugen Unterstützungsleistungen vieler Partner zu Buche.

Hat 1860 ein Führungs- und Strukturproblem?

Umfrage endete am 29.05.2023 21:00 Uhr
Ja!
92% (5499)
Nein!
8% (459)

Teilnehmer: 5958

„Teilweise haben wir im Team Outsourcing betrieben, teilweise aber auch Insourcing: Zum Beispiel hilft uns der vereinseigene Ordnungsdienst sehr. Wir benötigen dadurch viel weniger gewerbliche Ordner an den Spieltagen“, so Marc-Nicolai Pfeifer, der kaufmännische Geschäftsführer der Löwen. Auch in vielen Bereichen der Verwaltung konnte der TSV 1860 Kosten durch so genannte Bartergeschäfte mit Sponsoren neutralisieren. Das heißt: Sie erhalten Werbepakete für Leistungen, die sie für uns erbringen. In anderen Bereichen konnten notwendige Dienstleistungen und Produkte den Löwen über das Sponsoring von Partnern, über Rabatte und Konditionen unter den marktüblichen Preisen oder gar kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Sei es bei der Sanierung des BayWa-Nachwuchsleistungszentrums, der Ausstattung der Verwaltung mit Fahrzeugen, Telekommunikationskosten, der VIP-Alm am Trainingsgelände oder Kosten beim Greenkeeping für die Trainingsplätze, bei Gas, der Photovoltaikanlage zur umweltfreundlichen Produktion von Strom für die Verwaltung, oder bei der Stadiontechnik oder LED-Banden im Stadion.

Die erreichten Kostensenkungen entstanden im Zusammenwirken der gesamten Löwen-Familie. Eigens angestoßen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle, unterstützt vom Vermarkter Infront, der zeitweise sogar auf Teile seiner Provisionen verzichtete oder auch mit Arbeitskraft unterstützte bis hin zu den treuen Freunden und Partnern des TSV 1860 München, die ihre Arbeitsleistung und/oder ihre Produkte zur Verfügung stellen. Teamgeist und Zusammenarbeit waren und sind ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung dieser Maßnahmen und führten letztlich zum verwalterischen Erfolg, der sich in der verbesserten Wirtschaftlichkeit und somit der Steigerung des Unternehmenswertes zeigt.
Es sind weiterhin größere Anstrengungen erforderlich, um auch künftig wettbewerbsfähig zu sein. „Deshalb bedanke ich mich bei den Kolleginnen und Kollegen für deren tägliche Arbeit, in der viel blaues Herzblut steckt, und auch bei gesamten Löwen-Familie – Gesellschaftern, Partnern und Fans – für die Mithilfe, Unterstützung und für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich hoffe auch in der neuen Saison 2023/24 weiterhin darauf, dass sich uns viele Türen öffnen, wenn wir fleißig arbeiten und oft genug anklopfen“, so Marc-Nicolai Pfeifer.

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