VON OLIVER GRISS UND BERND FEIL (FOTO)

Nein, heute ist nicht der 1. April…

Ja, es gibt News zum Grünwalder Stadion - und was für welche: Münchens Bürgermeisterin Verena Dietl gibt AZ-Lokalchef Felix Müller, der selbst immer wieder in der Westkurve mit den Löwen mitfiebert, ein denkwürdiges Interview. Der Inhalt: Das Angebot der Stadt, dass die Löwen auf Erbbaurecht den Stadionumbau selbst stemmen sollen - und einen deutlich Rüffel der Bürgermeisterin in Richtung Grünwalder Straße 114.

Dietl zur AZ: “Es gibt immer zwei Möglichkeiten, einfach nur zu fordern - oder auch mitzuhelfen. Wenn Sechzig der Meinung ist, alles besser zu können als die Stadt, dann kann sich der Verein auch überlegen, ob er es mit irgendeinem Konstrukt selbst macht. Wir als Stadt sind dafür offen. Dann können sie das Projekt ganz in ihrer Hand behalten. Das habe ich Sechzig auch schon angeboten. Es wäre eine Variante, die denkbar ist.”

Was ist Dein Eindruck: Ist das geplante Umbauprojekt "Grünwalder" endgültig gescheitert?

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Wie soll das funktionieren? Dietl: “Man könnte es zum Beispiel über einen Erbbaurechtvertrag regeln. Das könnte ich mir vorstellen. Wenn die Stadt baut, gibt es viele Rahmenbedingungen, an die wir uns unbedingt halten müssen.” Klar ist aber auch: Die Maximalkapazität von 18.105 Plätzen dürfte nicht überschritten werden.

Wie nimmt Dietl die Rolle der Löwen in der Stadion-Posse wahr? “Sie geben uns kein eindeutiges Signal. Und eine Sanierung für einen zweistelligen Millionenbetrag und aus Steuergeldern finanziert, da brauchen wir eine Zusage,dass Sechzig langfristig mit dem Standort plant…Ich bin immer davon ausgegangen, dass bei Sechzig ein hohes Interesse besteht an diesem Ausbau. Aber natürlich brauchen wir dafür eine längerfristige Zusage”, betont die SPD-Politikerin: “Ich würde mir schon wünschen, dass Sechzig sich mehr beteiligt. Wir haben mehrmals nachgefragt nach Daten, die wir brauchen, um seriös eine Miete nennen zu können. Wir wollen alle, dass diese in einer Beschlußvorlage im Stadtrat schon genannt wird und die Pläne dann weiter verfolgt werden können.”

Der Dietl-Vorschlag bezüglich des Erbbaurecht-Konstrukts ist zwar ein netter Ansatz, aber man weiß ja auch: Präsident Robert Reisinger will den TSV 1860 nicht weiter verschulden…