VON OLIVER GRISS


Der kleine Mittelfeldspieler macht derzeit den Unterschied bei 1860, aber Maurer sieht ihn weiter als Joker: "Das hat sich doch gut bezahlt gemacht" 
Wer den Pokal-Auftritt gegen Oberligist FC Hennef (6:0) genau verfolgt hat, wird eines festgestellt haben: Erst als Daniel Halfar (24) nach gut einer Stunde ins Spiel kam, drehte 1860 auf und sorgte so für den höchsten Pokal-Sieg an diesem Wochenende. Innerhalb kürzester Zeit schnellte das Ergebnis von 2:0 auf 6:0 - dank Halfar. An drei von vier Treffern nach der Pause war der kleine Pfälzer verantwortlich, ein Tor bereitete er sogar mit einem frechen Absatzkick vor. Loben wollte ihn Trainer Reiner Maurer aber dennoch nicht. Stattdessen sagte er: "Für ihn war es auch leichter als für die anderen, die in der ersten Hälfte auf dem Platz standen. Die Gegenwehr von Hennef war dann gebrochen."
Man kann’s’àuch anders formulieren: Halfar macht bei 1860 (derzeit) den Unterschied aus. Seine Tricks, sein Auge, seine Bewegungen:  Er ist der blaue Spaßmacher. Doch Maurer denkt nicht daran, ihn demnächst von Beginn an zu bringen - aus Angst vor einer neuerlichen Verletzung? "Bislang hat sich das mit ihm doch sehr gut bezahlt gemacht", sagt Maurer, der offenbar nicht darüber nachdenkt, Halfar gegen dessen Ex-Klub Kaiserslautern (Sonntag, 13.30 Uhr, dieblaue24-Liveticker) starten zu lassen.
Maurer sieht ihn derzeit als Joker, was Halfar natürlich nicht gefallen kann. Gegenüber dieblaue24 sagte er am Montag: "Ich kann nicht mehr machen als mich aufzudrängen. Ich habe immer gesagt, dass ich gerne in Kaiserslautern spielen würde. Aber letztlich entscheidet allein der Trainer." So oder so hat Halfar bei seinem ehemaligen E-Jugendtrainer des FCK schon 15 Eintrittskarten für das 1860-Gastspiel auf dem Betzenberg besorgt: "Es kommt die ganze Familie und viele Freunde."
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