VON OLIVER GRISS


Der Neu-Grieche holt mit dem Europameister von 2004 ein 1:1: "Der Wechsel zu Olympiakos war ganz gut für mich" - Wojtkowiak schaut nur zu
Für Jose Holebas (27) ist am Freitagabend ein Traum in Erfüllung gegangen: Der Ex-Löwe (2006 bis 2010) stand beim EM-Eröffungsspiel in Warschau nicht nur in der Startelf der griechischen Nationalmannschaft, sondern  holte mit dem überraschenden 1:1 auch einen Punkt gegen Gastgeber Polen - und das obwohl der Europameister von 2004 lange Zeit in Unterzahl spielte…
Holebas, der Profi des griechischen Meister Olympiakos Piräus, bekämpfte 90 Minuten lang die linke Seite: Doch wahrscheinlich wird sich Holebas hinterher geärgert haben: Sein Ballverlust leitete Lewandowskis 1:0 ein, und auch sonst überzeugte der Ex-Löwe nicht.
Übrigens: Damit Holebas, Sohn eines Griechen und einer Deutsch-Amerikanerin, in seiner neuen Heimat akzeptiert wird, hat er sogar seinen Namen ändern lassen: Auf seinem Trikot steht nun Cholevas…
Holebas' Karriere gleicht einem Märchen: Vor einigen Jahren noch in der Kreisliga kickend, spielt er jetzt seine erste Europameisterschaft. Der Fußball schreibt immer wieder die schönsten Geschichten. An die Löwen denkt Holebas heute nur noch ganz selten. Zu "Sport 1" sagte er: "Der Wechsel von 1860 zu Olympiakos war ganz gut für mich. Bei den Löwen kam ich von der zweiten Mannschaft, da bist du immer abgestempelt als der Kleine und Unerfahrene. Jetzt bin ich gereift und spiele auch ganz anders."
Neu-Löwe Grzegorz Wojtkowiak, der ablösefrei von Lech Posen kommt, kam beim Eröffungsspiel übrigens nicht zum Einsatz.
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