VON OLIVER GRISS UND ULI WAGNER (FOTO)

Die Uhr tickt beim TSV 1860. Wenig ist bislang geklärt. Weder die finanzielle Seite noch der sportliche Bereich. Jeder einzelne Spieler kann sportlich für Planungssicherheit sorgen”, sagte Löwen-Geschäftsführer Günther Gorenzel am Dienstag und meint, dass Siege in der Dritten Liga dem ganzen Verein helfen, um schnellstmöglich Fakten zu schaffen. Aber auch um die eigene Zukunft zu sichern: Viele Verträge (u.a. Sascha Mölders, Aaron Berzel, Jan Mauersberger und Nono Koussou) laufen aus. Die Verhandlungen liegen derzeit auf Eis.

Gorenzel hofft auf eine schnelle Annäherung zwischen den beiden Gesellschaftern - ob’s dazu kommt, das wird die Aufsichtsratssitzung am kommenden Sonntag zeigen, an der nach dem Ausstieg von Präsident Robert Reisinger zum 31. Januar erstmals Verwaltungsratsboss Sebastian Seeböck sowie ein neuer Investoren-Vertreter teilnehmen soll. Außerdem dabei: Saki Stimoniaris (Ismaiks Sprecher), Thomas Heigl (Die Bayerische), Karl-Christian Bay (Verein) und der Aufsichtsratsvorsitzende Yahya Ismaik. Bei diesem Termin soll es in erster Linie darum gehen, welchen Finanzierungsweg der TSV 1860 in der kommenden Saison gehen will. Vier Modelle hat Geschäftsführer Michael Scharold den beiden Eigentümern vor längerer Zeit vorgeschlagen. Er würde am liebsten auf Genussscheine zurückgreifen.

Soll der TSV 1860 für die neue Saison auf Fremdmittel (u.a. Genussscheine) zurückgreifen?

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Nach dieblaue24-Informationen läuft aber alles auf eine Konsolidierung hinaus (Budget rund drei Millionen Euro), weil Präsident Robert Reisinger selbst Darlehen in Form von Genussscheinen von Hasan Ismaik ablehnt. Geschäftsführer Gorenzel skizziert für den Fall der Fälle eine eher düstere sportliche Zukunftsprognose: “Wenn wir den Konsolidierungskurs fahren, dann kann das Ziel nur der Klassenerhalt sein.”

Außerdem wird es die HI-Seite mit ziemlicher Sicherheit nicht zulassen, dass die U21 und U19 vom Verein übernommen werden, was auch irgendwie verständlich ist: Ismaik würde zwei elementare Bereiche seines Investments verlieren. Zudem wissen auch die Investoren-Vertreter, dass sich der e.V. bereits jetzt sehr schwer tut, die eigenen Mannschaften so zu fördern, damit diese sich nicht vor den großen Konkurrenten verstecken müssen.