VON OLIVER GRISS UND RENATE FEIL (FOTO)

Als Stefan Lex anfangs der Drittliga-Saison nicht so recht in die Spur kommen wollte und er sich nicht selten auf der Ersatzbank wiederfand, hatte man an der Grünwalder Straße schon die Befürchtung, dass der Druck beim TSV 1860 - wie für viele andere Neuzugänge in den letzten Jahren - möglicherweise für ihn zu groß sein könnte. Doch beim überzeugenden 2:0-Sieg gegen den FSV Zwickau bestätigte der aus Ingolstadt gekommene Lex seinen Aufwärtstrend. Der 29-Jährige erzielte mit einem Heber nicht nur wunderschön das 1:0, sondern sorgte mit seinen klugen Pässen auch dafür, dass die Löwen in der ersten Hälfte zu Torchancen am Fließband kamen und vielleicht die besten 45 Minuten der bisherigen Hinrunde hinlegten.

Lex präsentierte sich wie ausgewechselt - und doch war der kleine Mann, der in seiner Kindheit in Löwen-Bettwäsche geschlafen hatte, hinterher nicht ganz zufrieden mit sich. “Ich hätte aber noch zwei mehr machen können“, ärgerte sich der prominenteste Sommer-Neuzugang über sich selbst. Was Lex aber freute: „Wir haben viele Chancen herausgespielt, hinten wenig zugelassen. Bis auf die erste Minute waren wir gut im Spiel“, sagte er mit seinem trockenen Humor. „Vorne haben wir recht variabel gespielt, immer wieder die freien Räume gefunden, genauso, wie wir es uns vorgenommen hatten.“

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Entscheidend für ihn war auch, dass man sich nach der 2:3-Pleite in Karlsruhe ausgesprochen hat. “Da haben wir die Sinne geschärft. Wir haben den Schalter wieder umgelegt. Jeder hat sich auf das fokussiert, was er besser machen kann. Das Negative ist jetzt vergessen.“ Auch er selbst habe seine Aufgaben als Führungsspieler wahrgenommen. „Ich bin kein geborener Lautsprecher“, so der gebürtige Erdinger über sich selbst, „aber ich bin schon ein paar Jahre dabei und kann mehr positiven Einfluss auf dem Platz und in der Kabine nehmen.”