VON OLIVER GRISS UND BERND FEIL (FOTO)

Dieser Sommer könnte richtig heiß werden beim TSV 1860…

Zum einen will die Mannschaft von Trainer Daniel Bierofka in die Dritte Liga aufsteigen, zum anderen könnten sich schon am 22. Juli bei der Mitgliederversammlung im “Zenith” die Machtverhältnisse an der Grünwalder Straße schneller verschieben als manchem lieb ist, denn: Die ARGE, der Dachverband der Löwen-Fans, will nicht mehr länger zuschauen und hat für seine Wahlkampftour auch prominente Zugpferde gewinnen können. Zum einen Kult-Trainer Werner Lorant, zum anderen Bernhard Winkler, Rekord-Torschütze des TSV 1860. Beide waren neben Karsten Wettberg und 1860-Aufsichtsrat Peter Cassalette auch auf der Gästeliste bei der außerordentlichen Regionsversammlung am vergangenen Freitag im Olchinger “Daxerhof”.

Am Sonntagvormittag verschickte die ARGE über ihren Facebook-Kanal dann folgende Botschaft: Man sei „weder mit dem Kurs der ‚schwäbischen Hausfrau‘ als auch mit der ‚Politik der Nadelstiche‘ gegen Hasan Ismaik einverstanden“. „Das Fußballbusiness funktioniere heutzutage nur noch mit entsprechenden finanziellen Mitteln, will man Profifußball spielen. Das ausgelobte Budget für die dritte Liga liegt mit 3 Millionen Euro um den Faktor zwei bis drei unter dem Budget der Aufstiegsaspiranten in Liga 3. Der offensichtlich nicht notwendige Gesprächsbedarf mit dem Mitgesellschafter und Mehrheitseigner Hasan Ismaik ist nicht tragbar und für die verfolgte Rückkehr von 60 in den Profifußball in höchstem Maße kontraproduktiv.“

Unterstützen Sie den Kurs von 1860-Präsident Robert Reisinger?

Umfrage endete am 01.04.2018 13:59 Uhr

Nein, die Nadelstich-Politik gegen Ismaik und der "schwäbische Hausfrauen"-Kurs schaden dem Verein!
70% (6798)

Ja, selbstverständlich! So funktioniert Sechzig!
26% (2576)

Mich interessiert keine Vereinspolitik!
4% (357)

Teilnehmer: 9731

Als Franz Hell, ARGE-Vorstandsmitglied, zum Schluss der Veranstaltung in Olching die anwesenden Regionsvorstände fragte, ob diese den aktuellen Kurs des Vereins teilen, war es totenstill im Saal. Die Gegenfrage fiel einstimmig und unter großem Applaus gegen den eingeschlagenen Kurs des e.V. aus - und für ein weltoffenes, erfolgreiches und gemeinsames 1860.

Im April will die ARGE ihr Wahlprogramm vorstellen. “Gefordert ist nun ein klares Konzept, um 60 wieder zurück in den Profifußball zu bringen. Die ARGE wird hierzu nach Meldeschluss für die Wahlen des Verwaltungsrats am 31.03.2018 die Regionen bereisen und ihr Konzept vorstellen”, heißt es in der Pressemitteilung des Dachverbandes.