VON OLIVER GRISS UND BERND FEIL (MIS-FOTO)

Daniel Bierofka hat einen neuen Vorsatz für 2018: Der Löwen-Trainer will sich zu vereinspolitischen Themen nicht mehr äußern, nachdem er vor dem Jahreswechsel nochmal beide Gesellschafter darum bat, miteinander zu reden und zum Wohle des TSV 1860 zu handeln. Zu seiner Ernüchterung haben sich beide Seiten nicht angenähert.

Deswegen fokussiert sich der 37-Jährige ab sofort ausschließlich auf die Rückrunden-Vorbereitung - und nicht auf die anstehende Beiratssitzung am heutigen Montag, in der es darum geht, wer neuer Geschäftsführer des TSV 1860 wird: Der Verein hat den bisherigen Finanzboss Michael Scharold (samt Fünf-Jahres-Plan ohne Fremdkapital) als Fauser-Nachfolger vorgeschlagen, die Investorenseite den joblosen Franz Gerber. Robert Reisinger hat Hasan Ismaik via Mailverkehr bereits wissen lassen, wenn man sich nicht einige, werde möglicherweise wieder die 50+1-Regel angewendet. Es wäre eine neue Eskalationsstufe an der Grünwalder Straße.

Bierofka mischt sich nicht mehr ein, auch weil er in seinem Bereich völlig ausgelastet ist. Gegenüber dieblaue24 sagte der Ex-Nationalspieler: “Ich lasse mich überraschen. Für mich zählt das nächste halbe Jahr nur Fußball. Der Sport kann vieles regeln. Das andere kann ich sowieso nicht beeinflussen.” Zuletzt hat Bierofka eine Absage eines begehrten Regionalligaspielers hinnehmen müssen (dieblaue24 berichtete) - mit Michael Görlitz befinde man sich dagegen noch in Gesprächen. Eine schnelle Einigung ist allerdings nicht zu erwarten. Es geht ums liebe Geld.

Bekannt ist, dass Bierofka sich Verstärkung im Sport-Management wünscht - ob Scharold diesen schwierigen Bereich abdecken kann? Auf die Frage nach Benny Lauth, der sich eine Position im Verein vorstellen könnte, sagte der Löwen-Trainer: “Mit Benny habe ich ein gutes Verhältnis. Wir waren ja auch mal Zimmernachbarn…”

Sechs Monate bei 1860 im Amt: Mit welcher Schulnote bewerten Sie das Präsidium Reisinger?

Umfrage endete am 18.01.2018 21:00 Uhr

Note 6 (ungenügend)
36% (2536)

Note 5 (mangelhaft)
23% (1623)

Note 4 (ausreichend)
11% (741)

Note 2 (gut)
10% (717)

Note 3 (befriedigend)
10% (699)

Note 1 (sehr gut)
10% (676)

Teilnehmer: 6992