VON OLIVER GRISS

Thomas Häßler, der mittlerweile 51 Jahre alt ist, hatte vor seinem 1860-Comeback das Finale als Ziel ausgegeben: “Ich will nicht abgeschlachtet werden, sondern ins Finale kommen.” Doch die Löwen-Allstars um den Weltmeister von 1990 verabschiedeten sich am Samstagabend bereits nach der Vorrunde (1:2 gegen Gladbach, 4:4 gegen Schalke) vorzeitig vom AOK-Traditionsmasters in Berlin. “Schade, wir hätten gerne zwei Spiele mehr gehabt”, sagte Benny Lauth gegenüber SPORT1: “Ich hoffe, wir sind nächstes Jahr wieder dabei.”

Die neuformierte Mannschaft der Löwen mühte sich zwar nach Kräften, man merkte der Elf um Teammanager Michael Hofmann aber auch etwas die fehlende Homogenität an. Die Mannschaft spielte erstmals in dieser Konstellation. Zu den stärksten Löwen gehörten in der Max-Schmeling-Halle neben den beiden Doppel-Torschützen Benny Lauth (einmal mit Seitfallzieher Marke Tor des Jahres) und Necat Aygün auch Nemanja Vucicevic. Insgesamt gesehen machten die Allstars Werbung für die Löwen.

Obwohl die Sechziger, bei denen der Brasilianer Rodrigo Costa überraschend fehlte, sich vorzeitig vom Turnier verabschiedeten, gibt es dennoch einen Sieger in Reihen der Löwen: Olaf Bodden. Die Traditionsmannschaft stellt ihre Trikots für eine Versteigerung für den kranken Ex-Stürmer zur Verfügung.

Die Entwicklung bei 1860 bedauert Häßler, der mittlerweile den Bezirksligisten Club Italia Berlin trainiert, sehr: “Das ist natürlich traurig, was in den letzten Jahren bei 1860 passiert ist. Aber jetzt sind sie in der Regionalliga Herbstmeister und können in Ruhe arbeiten.”

So brüllte der Löwe: Hofmann, Korus, Görlitz, Fuchs, Volkan, Lauth, Vucicevic, Riedl, Aygün und Häßler.

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