VON OLIVER GRISS UND ULI WAGNER (FOTO)

Selbst die etwas älteren Fans werden sich derzeit fragen: Wann hatte man zuletzt dieses Glücksgefühl beim TSV 1860 erlebt, das die Mannschaft aufs Publikum überträgt? Nein, dies liegt nicht an irgendwelchen Funktionären, sondern ganz allein an einer Person: Daniel Bierofka. Der 38-Jährige hat das geschafft, was allen seinen Vorgängern in den letzten 12 bis 13 Jahren verwehrt geblieben ist. Er hat eine homogone Einheit auf und neben dem Platz gebildet, die am Sonntag in Augsburg (15 Uhr, dieblaue24-Liveticker) die vorzeitige Herbstmeisterschaft in der Regionalliga Bayern feiern kann. “Es wäre schön, wenn wir die Herbstmeisterschaft schon am Sonntag klarmachen könnten“, erklärte Bierofka: „Das würde nämlich bedeuten, dass wir mindestens einen Punkt aus Augsburg mit nach Hause nehmen.”

Die Konkurrenz hat aufgrund des komfortablen Löwen-Vorsprungs von 12 Punkten auf den Zweiten Ingolstadt längst aufgegeben - und die Laune der Löwen-Fans wurde am Freitagabend womöglich noch besser, als sie das Ergebnis der Bayern-Amateure notierten. Sang- und klanglos mit 1:3 verloren die Roten im Grünwalder Stadion gegen Schalding-Heining - der Rückstand auf 1860 beträgt satte 19 (!) Punkte.

Bayern-Trainer Tim Walter war nach der neuerlichen Pleite angefressen: “Mir fehlen die Worte zur ersten Halbzeit. Wir waren zu pomadig und nicht bereit hinterher zu laufen. Die zweite Halbzeit haben wir eine Reaktion gezeigt. Aber wir schlagen uns Woche für Woche selber. Solche Rückschläge sind bitter, aber wir versuchen weiter zu machen.”

Außerdem trennte sich am Freitagabend Wacker Burghausen von Memmingen mit 2:2.