VON OLIVER GRISS UND BERND FEIL (MIS-FOTO)

Der TSV 1860 wählt am kommenden Sonntag bei der Mitgliederversammlung im MVG-Museum seinen Präsidenten (11 Uhr, dieblaue24-Liveticker) - und es ist fest damit zu rechnen, dass Peter Cassalette (62) für drei weitere Jahre im Amt bestätigt wird. Seit der ehemalige FTI-Manager das Zepter in der Hand hat, macht der Verein - sieht man mal von der sportlichen Krise ab - einen seriöseren und gefestigteren Eindruck als in den letzten Jahren. Auch weil es für Cassalette nur ein Miteinander mit Investor Hasan Ismaik gibt, anstatt auf die Zankkarte zu setzen. Ein vernünftiger Weg…

Dennoch sind nicht alle im Verein zufrieden. Die aktive Fanszene (“Raus aus der Arena!) fühlt sich in der Stadionfrage nicht richtig verstanden und ruft jetzt seine Anhänger auf, zum Mitgliedertreffen zu pilgern. Auf der Webseite fuerunserntsv.de steht seit Montag: “Der von der Fanszene initiierte Countdown für einen Arena-Auszug ist abgelaufen: Wir erwarten daher von den Verantwortlichen des TSV 1860 München, dass auf der am 19. Juni stattfindenden Mitgliederversammlung ein Plan zur Lösung der Stadion-Problematik, ein ehrliches und realistisches Konzept für die Zukunft und ein zukünftiges Profil für unsere Münchner Löwen präsentiert wird!” Der Lösungsweg: 1860 bleibt vorerst solange in der Allianz Arena, bis ein eigenes Stadion steht. Favorisierter Standort: Riem.

Wie bewerten Sie die bisherige Arbeit von Präsident Peter Cassalette?

Umfrage endete am 27.06.2016 19:00 Uhr

Ausgezeichnet! Kümmert sich sehr um 1860 & Ismaik!
72% (3393)

Ausbaufähig.
20% (925)

Kaum Unterschiede zu seinen Vorgängern zu erkennen.
9% (416)

Teilnehmer: 4734

Die aktive Fanszene wird in ihrem Schreiben sogar noch direkter und erhebt schwere Vorwürfe gegen den Fan-Dachverband ARGE. “Teile der ARGE-Vorstandschaft betreiben im Vorfeld bereits intrigante Kampagnen, so dass die breite Mehrheit der demokratisch orientierten Löwenmitglieder wieder mal gefordert ist, den Machenschaften der Unterstützer der Wildmoser-Ära Einhalt zu gebieten!”, schreibt fuerunserentsv.de und mahnt: “Eine solche Machtkonzentration, die uns erst in die heutige (Stadion-)Situation als Mieter der Roten gebracht hat, darf sich KEIN zweites Mal wiederholen!”