Fan-Vereinigung kritisiert 1860: "Auseinandersetzung lässt Zweifel aufkommen"
- VON OLIVER GRISS UND ROBERT FORSTER (FOTO)
- 03.03.2026 08:16
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Jürgen Pusch.
VON OLIVER GRISS UND ROBERT FORSTER (FOTO)
Pusch kann mit dem Vereinskurs, der vor acht Jahren nach dem Zwangsabstieg eingeschlagen wurde, nichts anfangen. Deswegen hat er vor anderthalb Jahren auch die Faninitative “Weiss & Blau für den TSV” gegründet - um eine Gegenposition zu Pro1860 ins Rennen zu schicken. Um die Vereinigung, der Pusch vorsteht, ist es zulezt etwas ruhig geworden - bis vor einigen Tagen.
“Weiss & Blau” hat sich auf seinem Facebook-Account nach länger Auszeit gemeldet und die Vereinsseite schwer kritisiert für ihr Handeln. Unter dem Titel “Störfeuer helfen niemandem” schrieben die Fans: “Sportlich geht es endlich wieder nach oben – dafür gebührt Mannschaft und Trainer Anerkennung. Umso unverständlicher ist es, wenn aus der Führungsebene regelmäßig neue Nebenschauplätze entstehen. Die widersprüchliche Veröffentlichung und Entfernung der Stellungnahme zur Merchandising-Thematik wirft Fragen auf – insbesondere vor dem Hintergrund des zuletzt betonten guten Austauschs. Wer professionelles Handeln einfordert, muss es auch selbst vorleben. Wir erwarten Transparenz, juristische Sorgfalt und eine klare Erklärung.”
Worum geht es? “Das Präsidium veröffentlichte eine Stellungnahme gegen die Merchandising-Abteilung des TSV 1860, die Hasan Ismaik gehört. Hintergrund waren Abmahnungen gegenüber Fans, die gewerblich über eBay Produkte angeboten haben sollen, die Markenrechte betreffen. Grundsätzlich gilt: Markenrechte sind keine Nebensache - Regeln gelten für alle. Dennoch erklärte der e.V., man sei ‘in großer Sorge’ und stellte öffentlich fest, die Abmahnungen hätten ‘keine rechtliche Grundlage’. Kurz darauf wurde die Mitteilung von der Vereinsseite entfernt, dann wieder online gestellt - und verschwand am Wochenende erneut. Dieses Hin und Her sorgt nicht für Klarheit, sondern für zusätzliche Verwirrung.”
Was nicht nur “Weiss & Blau” auffällt: “Besonders irritierend ist dabei die Diskrepanz zur bisherigen Kommunikation. In den vergangenen Monaten wurde immer wieder betont, man stehe mit Hasan Ismaik in einem guten und konstruktiven Austausch. Die nun öffentlich ausgetragene Auseinandersetzung lässt jedoch Zweifel aufkommen, ob dieses Bild der Realität tatsächlich entspricht. Es stellt sich daher die Frage, wie abgestimmt ein solches Vorgehen innerhalb des Vereins tatsächlich ist. Wo war die juristische Prüfung im Vorfeld? Wenn man immer wieder betont, professionell und gut aufgestellt zu sein, muss sich das auch im Handeln widerspiegeln.”






