Kauczinski: "Jetzt heißt es abrufen und Bock auf jedes Spiel zu haben"
- VON OLIVER GRISS UND CHRISTINA PAHNKE (FOTO)
- 02.03.2026 13:29
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VON OLIVER GRISS UND CHRISTINA PAHNKE (FOTO)
Geht die Aufholjagd des TSV 1860 weiter?
Zunächst muss Trainer Markus Kauczinski vor dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue (Dienstag, 19 Uhr, db24-Ticker) entscheiden, wer die gelbgesperrten David Philipp und Philipp Maier ersetzt.
Insbesondere Maier ist unter dem neuen Übungsleiter zu einem unverzichtbaren Anker-Löwen geworden – und auch Philipp, Torschütze des 1:0 beim 2:1 in Hoffenheim, zeigte zuletzt aufsteigende Form.
Diese Qualität muss nun aufgefangen werden – aber wie? Kauczinski klagt nicht: „Das ist überhaupt nicht schwer. Je weniger Spieler ich habe, desto weniger Entscheidungen muss ich treffen. Das ist Alltag. Wir haben einen großen, schlagkräftigen Kader. Ich hatte ohnehin die Idee zu wechseln. So eine englische Woche ist eine Gelegenheit für andere. Das ist nicht schön, aber das muss man verkraften können. Jetzt können andere zeigen, was sie draufhaben.“
Ein heißer Kandidat ist Damjan Dordan. Kauczinski lobte ihn am Montag in der Spieltags-PK auffällig: „Er hat mutig nach vorne gespielt. Ich bin mit seiner Entwicklung sehr zufrieden. Sollten wir in unserer Konstellation bleiben, ist er Nummer 1.“ Sehr wahrscheinlich darf Eigengewächs Dordan (23) von Beginn an ran. Er durfte sich schon beim 1:1 gegen Rot-Weiss Essen in der Startelf beweisen.
Und wer ist der zweite im Bunde? Justin Steinkötter würde sich anbieten, aber vermutlich setzt Kauczinski auf Maxi Wolfram („Für ihn dürfte momentan die Tür aufgehen“) – ansonsten dürfte der Trainer die Mannschaft so belassen wie zuletzt in Sinsheim.
Die Löwen haben gegen die Mannen aus dem Erzgebirge, die derzeit auf einem Abstiegsplatz stehen, eine Rechnung aus dem Hinspiel offen: Im September 2025 verloren die Sechzger mit 0:2 im Schacht. Danach war für Trainer Patrick Glöckner und Geschäftsführer Dr. Christian Werner Schluss. Jetzt soll das Ergebnis im besten Fall umgedreht werden – was völlig neue Perspektiven eröffnen könnte.
Groß einfordern muss Kauczinski nichts mehr: „Wir müssen das selbst kapiert haben, ohne die gleiche Platte abzuspielen. Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft es kapiert hat. Da muss ich jetzt nicht den Vortänzer spielen. Wer jetzt nicht motiviert ist, dem kann man auch nicht helfen. Jetzt heißt es abrufen und Bock auf jedes Spiel zu haben!“






