VON OLIVER GRISS UND CHRISTINA PAHNKE (FOTO)

Jetzt geht es Schlag auf Schlag für den TSV 1860. Innerhalb der nächsten fünf Tagen stehen zwei Partien für die Kauczinski-Löwen an: Erst gegen Erzgebirge Aue (Dienstag, 19 Uhr), dann bei Viktoria Köln (Freitag, 19 Uhr). Das sind richtungsweisende Spiele für den TSV. Markus Kauczinski sprach unmittelbar nach dem 2:1 bei Hoffenheim II über:

die Serie von drei Siegen: “Wir haben erst ein Spiel in diesem Jahr verloren. Ich hoffe schon, dass das was mit uns macht. Das Gefühl, dass man ein bisschen geklettert ist - und das auch sieht. Ansonsten hast du gewonnen, hast gekuckt - und es sah alles gleich aus. Du hast jetzt das Gefühl, dass sich was tut für uns. Diesen Druck haben wir uns auferlegt. Vielleicht ist das das, was noch ein bisschen was macht. Wir müssen liefern, wenn wir die entscheidenden Spiele gegen Duisburg und Cottbus - und was auch immer noch kommt, in Schlagdistanz sein wollen. Da musst du auch da sein. Damit müssen wir jetzt noch besser umgehen.”

die fehlende Sicherheit nach dem frühen 1:0 bei der TSG II: “Warum das so ist? Ich weiß es noch nicht. Da muss ich mit der Mannschaft noch drüber sprechen. Uns hat dieser Mut gefehlt, nach vorne zu spielen. Wir sind zu verhalten gewesen. Das sind Dinge, über die wir reden müssen. Jetzt war erstmal freuen, duschen, umziehen. Wir werden aber daraus lernen. Die zweite Halbzeit war besser, auch wenn in einer anderen Konstellation. Aber auch da hat man gemerkt, dass noch zu viele Ballverluste dabei waren und man eigentlich selbstbewusster auftreten müsste.”

die reife Leistung von Mittelfeldtalent Damjan Dordan nach seiner Einwechslung: “Wir wollten schon dreifach wechseln und dann fiel das Tor - und dann hab ich mir gedacht, okay: Kucke ich mir Philipp (Maier, d. Red.) nochmal an! Er hat ein bisschen durchgehangen, finde ich. Und die gelbe Karte war dann der Auslöser, dass ich gewechselt habe. Damian hat gut nach vorne gespielt. Er hat das, was der ein oder andere nicht gemacht hat, gut gelöst. Er hat Aktionen nach vorne gehabt, er ist nachgegangen. Ja, das ist mir auch aufgefallen. Das hat er gut gemacht.”

die Veränderungen für das Aue-Spiel durch durch die gelb-gesperrten Ausfälle von David Philipp und Philipp Maier: “Ich hätte meine Mannschaft eh umgebaut. Ich hatte schon im Kopf, wenn ich das heute gesehen habe, Dinge zu verändern - gerade Justin Steinkötter hat wieder einen frischen Wind reingebracht. Mit seiner Art, mit seinem Tempo hilft er uns gerade. Ich muss nochmal drüber schlafen, aber ich habe das Gefühl, dass das dem ein oder anderen gut tun würde.”

der Traumball von Kevin Volland zum 2:1-Siegtreffer von Sigurd Haugen: “Das war mega! Wir hatten uns das vorgenommen. Er hatte schon die Aktion direkt nach dem Seitenwechsel - in den Lauf für Sigurd Haugen. Wir wussten, dass wir diese Räume haben. Der Ball war natürlich überragend.”

die Aufsteh-Mentalität der Mannschaft nach Tiefschlägen wie in Regensburg oder gegen Stuttgart II: “Vielleicht ist es ein Muster, vielleicht keines. Es könnte sein. Wie willst du das rausfinden? Das ist spekulativ. Vielleicht schadet es nicht, wenn sie einen Tritt in den Hintern bekommen - das kann auch sein.”