VON OLIVER GRISS UND CHRISTINA PAHNKE (FOTO)

Wer sich im Rückblick noch einmal die Mühe macht und sich den 2:1-Duselsieg bei der TSG Hoffenheim II reinzieht, wird feststellen, welche entscheidende Rolle Kevin Volland in dieser Partie gespielt hat. Der 33-Jährige leitete nicht nur das 1:0 von David Philipp mit ein, sondern spielte auch den Zuckerpass zum Siegtreffer von Sigurd Haugen. Der Ex-Nationalspieler, der so schwer in die Saison reingekommen ist, hat damit auch ein Statement gesetzt. Und so kam Volland als letzter Spieler in die Katakomben des Dietmar-Hopp-Stadions, zuvor hatte er sein Trikot verschenkt und viele wartende Fans mit Selfies glücklich gemacht.

Seine Statistik liest sich gar nicht mal so schlecht: Zehn Scorerpunkte blinken inzwischen auf – aufgeteilt auf drei Saisontreffer und sieben Vorlagen. Volland weiß selbst, dass er noch zulegen muss. Aber wem solche Momente gelingen, der hat die Gewissheit, dass mit jedem weiteren Spiel die Brust wächst.

Zumindest kann sich Volland seit einigen Tagen voll und ganz auf die Löwen konzentrieren, weil er Ballast abgelegt hat. Der frühere Bundesliga-Star hat seine Karriere als Gastronom einer Kemptener Pizzeria schon wieder beendet. Gegenüber db24 bestätigte der Löwen-Star diesen Schritt: „Am Ende macht Gastro Sinn, wenn du selber auch drin bist. Mein Partner war viel unterwegs, er vertreibt die Lampen in den Stadien Europas. Ich bin viel unterwegs, wie in Berlin. Klar haben wir Leute gehabt, aber es ist natürlich was anderes, wenn du einen Bezug dazu hast und drei-, viermal die Woche drinstehst. Für den Aufwand, Ertrag und was in der Gastro im Hintergrund läuft – nein. Aber es war eine gute Erfahrung. In zwei Jahren braucht mir keiner mehr zu sagen: ‚Komm Kevin, wir machen jetzt ein Café auf!‘“

Ein Comeback in der Gastro schließt Volland jedenfalls aus: „Nein, da gibt’s andere Sachen, die interessanter sind.“