Keine Medaille für Ski-Löwe Straßer - aber der pfeffert gegen die Olympischen Spiele
- VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)
- 16.02.2026 14:39
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VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)
Straßer, der in Kitzbühel zuletzt Dritter wurde, erklärte nach dem Finale im ZDF seine eigene Leistung: “Es war ein guter Lauf, eine gute Herangehensweise. Meine komplette Familie ist da - mit Freunden und so weiter.” Auch Löwen-Präsident Gernot Mang hatte im Vorfeld angekündigt, dass er nach Bormio reisen wolle.
Vom Erlebnis Olympische Spiele spürte Straßer laut eigenen Aussagen jedoch nichts: “Wenn das der Genuss von Leistungssport ist, bin ich froh, dass das mein letztes Mal war. Es ist einfach, als schau: Ich will immer nicht zu viel haten oder irgendwas, aber die Geschichte von Olympia ist unglaublich. Jeder will Olympiasieger werden, auch ich. Ich will auch eine Medaille gewinnen. Es geht aber um das Event an sich. Und wenn ich das einfach für mich persönlich bewerte, mit dem, was ich normal vorfinde, dann sind hier einfach wenig Emotionen, wenig Interaktionen mit Zuschauern, mit Fans.” Sein Vorwurf: “Das ist absolut steril. Ich kann darauf verzichten.”
Schon nach dem ersten Durchgang war Straßer angesäuert - und das lag an den strengen Regeln der Olympia-Organisatoren. Der Ski-Löwe wollte eigentlich seinen guten Freund AJ Ginnis im Ziel in Empfang nehmen, weil dieser sein letztes Rennen bestritt. Als Straßer aber in den Zielraum lief, wurde er von einem Offiziellen zurückgehalten. “Das ist typisch Olympia, oder?”, sagte der Deutsche darauf angesprochen. “Lasst doch einmal irgendwas… aber gut, alles für die Show, für die sterile.”
In dieser Saison ist es für Straßer bisher nicht wirklich rund gelaufen: Im Weltcup erreichte der Münchner nur durchwachsene Resultate (Platz 8 und 17) - und einmal wurde er Dritter - beim legendären Hahenkamm-Rennen. Viermal flog er nach Fahrfehlern raus. Jetzt ist die nächste Enttäuschung.
Die deutschen Alpin-Männer beenden damit die nächsten Winterspiele ohne Einzelmedaille. Die bislang letzten hatte der Schlierseer Markus Wasmeier mit seinen Triumphen im Super-G und im Riesenslalom 1994 im norwegischen Lillehammer geholt.






