VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Der TSV 1860 München ist das größte Opfer der falschen Schiedsrichter-Entscheidungen in der Dritten Liga: Mit 17 Fehlpfiffen liegt die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski in dieser Saison weit vorne - auf Platz 1 der sogenannten Rafati-Tabelle.

Präsident Gernot Mang hatte zuletzt gegenüber der “TZ” gesagt, dass man Beschwerde einlegen wolle. Das Blatt kontaktierte Alexander Feuerherdt von der Schiri GmbH. Bislang ist aber kein offizieller Löwen-Protest eingegangen, was auch wieder einmal viel aussagt…

Kauczinski erklärte am Freitag in der Spieltags-PK vor dem Gastspiel beim TSV Havelse (Samstag, 14 Uhr, db24-Ticker) zu dieser Thematik: “Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Ich habe gehofft, dass sich das mit der Zeit angleicht. In jedem Spiel ist etwas Spielentscheidendes passiert. Ich weiß nicht, ob eine Beschwerde etwas bringt.“ In Hannover wird übrigens Fabienne Michel das Löwen-Spiel leiten.

Nach Informationen des Portals “liga3-online.de” wird es auch in der neuen Saison keinen VAR geben. Zwar wurden den Drittliga-Managern am Montag bei einer DFB-Tagung in Frankfurt das Modell “Football Video Support” vorgestellt, doch der Verband will nur auf ausdrücklichen Wunsch der Vereine aktiv werden - und soweit ist es offenbar noch nicht. Für die Dritte Liga sei der FVS in der kommenden Saison “nicht vorgesehen”, wie der DFB mitteilte.

Ob der FVS grundsätzlich in Wettbewerben genutzt werden kann und darf – und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Form – wird das International Football Association Board (IFAB) Ende Februar auf seiner Jahresversammlung entscheiden. Der DFB will die Entscheidung abwarten, weitere Entwicklungen beobachten und Daten sowie weitere Informationen zum FVS mit den Vereinen teilen – “voraussichtlich auf der nächsten Managertagung im Sommer.”

db24 meint: Die Dritte Liga wird damit nicht fairer. Schade.