Ober-Löwe Mang: "Tut wirklich weh, wenn man immer als Chaosverein beschrieben wird"
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 12.02.2026 20:07
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Der letzte Moment echter Verzückung? „Der Aufstieg gegen Saarbrücken, als wir von der Regionalliga in die Dritte Liga aufgestiegen sind. Aber das darf nie unser Anspruch sein. Das reicht nicht. Wir müssen höher. Es muss mehr Emotion dazukommen“, sagte der Österreicher am Donnerstag auf der „Blauen Couch“ von Bayern 1 bei Moderator Torsten Otto.
Dass die Löwen aktuell nur Neunter sind, schmerzt Mang. „Das tut wirklich weh, wenn man immer als Chaosverein beschrieben wird. Und Krise. Nein! Ist es nicht. Wir haben noch die Chance, vorne ranzuklopfen.“ Nach Havelse (Samstag, 14 Uhr, db24-Ticker) werden die Löwen laut Mang von 1.000 Anhängern begleitet.
Mang („Ich bin sehr ehrgeizig – ich will den maximalen Erfolg“) setzt für die Entwicklung des Klubs auf die Kompetenz der Gremien: „Wir als neugewähltes Präsidium sind acht Monate im Amt. Man meint, wir legen die Hand auf und schon wird es besser. Es ist ein Prozess, den wir bestreiten müssen.“
Der Plan: eine gesunde Mischung aus Talenten aus dem NLZ und arrivierten Kräften – ergänzt um gezielte Sommertransfers. „Damit wir wirklich eine spielstarke Mannschaft haben.“ Natürlich sei die Erste Liga der Anspruch. Den von Otto vorgetragenen Satz – „Ich träume davon, dass meine Löwen das Stadtderby im Grünwalder Stadion gewinnen“ – unterschrieb Mang prompt. Als Vorbilder nannte er Freiburg und Union Berlin.
Auch die Trainerfrage wurde angesprochen – nachdem in seiner Amtszeit bereits Patrick Glöckner gehen musste. Wiederholung möglich? „Ich hoffe es natürlich nicht. Aber sie haben es selbst in der Hand. Es zählt das Leistungsprinzip. Man muss Leistung bringen.“
Woran will sich Mang selbst messen lassen? „Wir müssen die Themen abarbeiten. Wir brauchen für das Grünwalder Stadion eine Lösung, damit wir es umbauen können. Das muss dieses Jahr passieren. Und wir müssen das Team mit der sportlichen Leitung so aufstellen, dass wir rasch in die Zweite Liga aufsteigen – perspektivisch noch höher. Außerdem brauchen wir eine stabile Basis für den Gesamtverein, um zu wachsen.“
Und das geht aus seiner Sicht wohl nur mit einer klaren Stadionlösung. „Meine Traumvorstellung ist ein Stadion – keine Arena. Mit dem Charakter des Grünwalder Stadions. Es wird dieses Jahr 115 Jahre alt. Vollüberdacht, mit Logen, Business-Seats, modernen Kabinen und Infrastruktur – das ist für uns entscheidend.“ Wie nah ist der Durchbruch? „Ich sehe es als sehr realistisch. Wir sind in sehr gutem Austausch mit der Stadt.“






