Wer zahlt das?
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 12.02.2026 09:39
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Münchens Sport-Bürgermeisterin Verena Dietl, einst im 1860-Verwaltungsrat, sagt gegenüber der “Abendzeitung”: “Das Olympiastadion würde ja erst ab 2029 wieder zur Verfügung stehen. Wenn man den Bau hier schneller auf den Weg bringen will, braucht es also entweder eine andere Ausweichfläche. Oder aber es wird hier gebaut und gespielt.”
Fehlt nur noch eine positive Machbarkeitsstudie von Spezialisten aus Holland - und die Finanzierung: Und die dürfte wahrscheinlich die größte Herausforderung werden. 1860 braucht potente Investoren - und wie wir aus der Vergangenheit wissen: Investoren sind nicht gern gesehen. Siehe eigene Fankurve. Wer aber stellt den Löwen das Geld zur Verfügung? Selbst können sie ein Projekt dieser Art niemals stemmen.
Das weiß natürlich auch Oberbürgermeister Dieter Reiter, der zuletzt bei der einer “TZ”-Veranstaltung erklärte: „Dann stellt sich nur noch die ganz lapidare Frage, die für Sechzig sicher kein Problem wird: Wer zahlt das?“ Dabei musste der SPD-Politiker die Löwen etwas ausbremsen: „Da gibt es ein paar fixe Ideen bei den Sechzgern, die ich gleich von Anfang an etwas gedämpft habe. Die haben gesagt, wir sparen uns doch so viel Geld, weil wir das Grünwalder Stadion sowieso sanieren müssten. Wir könnten ihnen das Geld doch einfach überweisen. Dann habe ich ihnen gesagt: Ganz so einfach wird das nicht werden.“
Ober-Löwe Gernot Mang glaubt nicht, dass es an den Finanzierungsideen scheitern würde. Gegenüber der “TZ” sagte er: “Es gibt viele Modelle: Investoren, Stadt, Land, Namensrechte, Genossenschaften, Banken. So etwas wird immer finanziert – aber Schritt für Schritt.“
Ein Beispiel zu den Namensrechten: Das Vonovia Ruhrstadion des VfL Bochum bringt pro Jahr 800.000 Euro, die WWK Arena in Augsburg zwei Millionen Euro, der Deutsche Bank PArk in Frankfurt 5,5 Millionen - und die Allianz zahlt für das WM-Stadion von Fröttmaning rund sechs Millionen Euro pro Jahr.






