Löwen bauen Vorsprung in der Rafati-Tabelle weiter aus: Schiri-Experte sieht sogar zwei Elfmeter
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 09.02.2026 12:49
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
In der Rafati-Tabelle bauen die Sechzger dagegen ihren Vorsprung weiter aus (jetzt 17 Fehlpfiffe!), denn der frühere Fifa-Schiedsrichter Babak Rafati hat in seiner neuen liga3-online.de-Kolumne beim letzten Auftritt in Großaspach sogar zwei Elfmeter für die Blauen gesehen. “Wir gewöhnen uns mittlerweile dran. Das reiht sich in eine lange Liste von Fehlentscheidungen gegen uns ein”, meinte Löwen-Trainer Markus Kauczinski.
Wieder einmal war’s aber so, dass die Löwen-Profis kaum reklamierten - was einmal mehr zeigt: Sie sind viel zu lieb für das harte Profigeschäft. Und von den Verantwortlichen ist auch kaum was zu hören…
Um welche Szenen geht es dieses Mal?
Fall I: In der Schlussphase wird Abwehrboss Max Reinthaler von Mirza Cataovic im Strafraum zu Fall gebracht, der Südtiroler beschwert sich kurz - aber mehr nicht. Auch die Kollegen helfen nicht. Die Analyse von Rafati: “Es kommt im Strafraum zu einem Zweikampf, bei dem ein Stuttgarter Verteidiger sehr unspektakulär das Bein herausnimmt, um den Ball zu spielen, das Spielgerät aber nicht trifft. Stattdessen stellt er dem Angreifer klassisch ein Bein, und dieser kommt zu Fall. Dieses Beinstellen ist die Ursache für das Zufallkommen des Angreifers, sodass es in dieser Szene einen Elfmeter hätte geben müssen, auch wenn der Verteidiger das ganz bestimmt so nicht wollte. Eine Fehlentscheidung dennoch, weiterspielen zu lassen und keinen Elfmeter zu geben.”
Fall II: Der eingewechselte Florian Niederlechner geht im Duell mit Lenny Meyer, dem Sohn des früheren Löwen-Stars Remo Meyer, zu Boden und fordert zurecht Elfmeter. Schiedsrichter Yannick Sager lässt weiterspielen - aus Rafatis Sicht eine Fehlentscheidung. “Niederlechner ist im Strafraum zuerst am Ball. Dabei kommt Meyer hinzu und will das Spielgerät ebenfalls spielen. Allerdings verpasst er den Ball und trifft stattdessen Niederlechner hinten in die Wade, wenn auch nicht voll. Bei der Dynamik reicht das aber für ein Foulspiel aus – und auch wenn Niederlechner den Kontakt dankend annimmt und theatralisch zu Fall geht, liegt ein Foulspiel vor. Somit hätte es einen Elfmeter geben müssen, sodass es eine Fehlentscheidung ist, weiterspielen zu lassen.”






