Nach dem 1:2 beim VfB Stuttgart II: So schaut's aus, Sechzig!
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 09.02.2026 09:11
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
VFB STUTTGART II - TSV 1860 MÜNCHEN 2:1.
So brüllte der Löwe: Dähne (db24-Note 3) – Maier (5), Reinthaler (5), Voet (5) – Rittmüller (5/79. Danhof 3), Jacobsen (4,5), Husic (5/46. Wolfram 3,5), Lippmann (5/79. Jakob 3) – Volland (4/79. Niederlechner 3) – Hobsch (5/69. Steinkötter 3,5), Haugen (3).
So spielte der VfB II: Hellstern – Olivier (83. Lüers), Köhler, Groiß, Meyer – Catovic, Sessa (69. Di Benedetto) – Darvich, Penna (83. Herwerth), Diehl (43. Spalt) – Ouro-Tagba.
Tore: 1:0 (20.) Darvich, 2:0 (26.) Diehl, 2:1 (85.) Haugen.
Gelbe Karten: Groiß, Olivier, Lüers, Hellstern – Jacobsen, Husic, Haugen, Volland, Niederlechner.
Zuschauer/Löwenanteil: 4.500/3.500.
Schiedsrichter: db24-Note 4,5 für Yannick Sager. Der junge Dortmunder Referee hatte keine klare Linie in seinem Spiel. Mal ließ er laufen, mal war er zu kleinlich. Ärgerlich für ihn und 1860, dass er in der Schlussphase beim Stand von 1:2 ein Elfmeter-Foul an Florian Niederlechner übersehen hat. Die vielen Abseitspfiffe waren aus unserer Sicht aber korrekt.
Die db24-Spielwertung: Note 4,5. Dass die Löwen in der ersten Viertelstunde ein spielerisches Übergewicht hatten, lag auch daran, dass die jungen Stuttgarter aufgrund ihrer Negativserie (drei Spiele in Folge verloren) verunsichert waren. Außerdem wussten sie anfangs nicht, was die Löwen mit ihrem Täuschungsmanöver (Aufstellung mit dem jungen Husic, Maier in der Dreierkette) vorhatten. In dieser Phase hätte 1860 zuschlagen müssen, doch vor dem Tor war mal einmal mehr zu kompliziert. Und so wurden die Löwen in der Fremde zweimal eiskalt ausgekontert und lagen zur Pause verdient mit 0:2 zurück. Auch nach dem Seitenwechsel wurde es zunächst nicht besser. Erst als Markus Kauczinski in der Schlussphase frische Kräfte brachte, darunter die agilen Tim Danhof, Kilian Jakob und Florian Niederlechner, änderte sich das Spiel. 1860 gelang durch Sigurd Haugen noch der Anschlusstreffer. Mehr wollte an diesem tristen Samstagnachmittag nicht mehr gelingen. Insgesamt: Fußballerisch sehr, sehr dürftig.
Die db24-Kurvenanalyse: Note 3,5. Die Reiselust des Löwen-Anhangs ist unglaublich - und für Drittliga-Verhältnisse eine Sensation. 3.500 Fans fahren ins Dorf nach Großaspach und werden wieder einmal von ihrer Mannschaft schwer enttäuscht. Punktabzug gibt’s für die Anhängerschaft, weil Politik in der Kurve nichts zu suchen hat. Außerdem wird man das Gefühl nicht los, dass Schlachtrufe teilweise nicht zur jeweiligen Spielsituation passen.
Der db24-Trainercheck: Note 5 für Markus Kauczinski. Warum der Löwen-Coach den aktuell schnellsten und aggressivsten Verteidiger Raphael Schifferl auf die Bank setzt und dafür bewusst die Drosselung des Tempos in Kauf nimmt, bleibt sein Geheimnis. Auch dass Kilian Jakob zunächst keine Berücksichtigung fand, ist ebenso nicht zu erklären wie auch das Startelf-Debüt des 18-jährigen Loris Husic. Er hatte überhaupt keinen Zugriff. Ohne Not gab Kauczinski damit die bisherige Stabilität der Löwen auf. Auch hätte der Trainer erkennen müssen, dass Patrick Hobsch gegen die flinken Stuttgarter verloren ist.
Zum Lachen: Die Pressekonferenz wurde kurzfristig abgesagt - schon sehr nah am Amateurfußball.
Zum Weinen: 1860 - der ewige Drittligist? Man will sich damit nicht abfinden.
Mein Löwen-Held: Tim Danhof. Auch Trainer Kauczinski dürfte jetzt erkannt haben, dass der Erlanger wahrscheinlich der derzeit beste Außenbahnspieler im Kader ist. Er bringt Tempo, Technik und Offensivdrang mit. Muss zurück in die Startelf.
Der beste Spieler auf dem Platz: Stuttgarts U20-Nationalspieler Noah Darvich (Marktwert zwei Millionen Euro): Technisch hochveranlagt, gutes Tempo - im Zusammenspiel mit Justin Diehl eine Augenweide.
Der Löwen-Spruch des Tages: “Über den Aufstieg brauchen wir nicht mehr zu reden.” Markus Kauczinski.
So schaut’s aus, Sechzig: Man will nicht in der Haut von Präsident Gernot Mang stecken. Wenn nicht ein Wunder passiert, stehen 1860 ganz schwere Zeiten bevor. Zu viele Dinge sind ungeklärt.






