VON OLIVER GRISS

Ist Sturm-Routinier Florian Niederlechner (35) schon ein Kandidat für den Wochenend-Kader?

Die Löwen spielen in Großaspach gegen den VfB Stuttgart II (Samstag, 16.30 Uhr, db24-Ticker) - was ihnen fehlt, ist die Torgefahr aus dem Spiel heraus: Niederlechner wäre prinzipiell einer, der Abhilfe schaffen könnte. Wochenlang ist er mit einem Muskelfaserriss ausgefallen - doch jetzt ist er zurück. “Ich bin auf einem guten Weg, schmerzlos zu sein. Das war vor Weihnachten ein bis zwei Monate zu viel. Ich habe einfach keine Pause gemacht. Das war so das große Problem. Aber jetzt schaut es ganz gut aus”, erklärte der Wahl-Rosenheimer am Rande des 2:2 gegen Alemannia Aachen gegenüber MagentaSport - und ergänzte: “Ich bin schmerzfrei. Das ist ganz wichtig für mein Spiel, weil es einfach schwierig ist, mit Schmerzen zu spielen. Da ist man nicht bei 100 Prozent.”

Dass die Löwen aus dem Jahr 2026 mit drei Unentschieden nicht optimal gestartet sind, begründet Niederlechner so: „Man darf nicht vergessen, dass wir unfassbar viele Verletzte haben. Auch viele Spieler, die normalerweise auf dem Platz auch helfen können und verletzt sind. Trotzdem muss man den Jungs ein Kompliment machen. Wir haben in Osnabrück gespielt, zuhause gegen Essen. Das sind absolute Top-Teams. Da haben wir zweimal einen Punkt geholt, was für die Moral sehr, sehr wichtig ist. Aber jetzt müssen wir anfangen, Dreier zu holen, weil du mit einem Punkt nicht immer ganz so weit kommst.”

Den Aufstiegskampf hat Niederlechner trotz des großen Punkte-Rückstands noch nicht abgeschrieben: „Ich glaube schon, dass wir zu den Teams gehören, die vorne mitspielen können. Aber ich glaube, es ist im Moment ganz gut so. Kevin (Volland, d. Red.) hat es gesagt, dass es ganz gut ist, wenn wir in der Jäger-Rolle sind. Das tut uns gut. Es sprechen nicht mehr so viele über uns, wie es am Anfang war.“ Ob das ein Vorteil ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.