Nach Rassismus-Vorfall um Cottbuser Butler: 1860 muss 10.000 Euro zahlen
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 02.02.2026 15:15
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Nachdem die Löwen die persönlichen Daten des Anhängers haben, ist davon auszugehen, dass der Klub das Geld sich vom Verursacher holt.
Die Partie war in der 72. Minute von Schiedsrichter Konrad Oldhafer für mehrere Minuten unterbrochen worden, nachdem Cottbus’ Justin Butler aus dem Stehplatzbereich des Grünwalder Stadions rassistisch beleidigt worden war. Der Offensivspieler hatte berichtet, mit Affenlauten bedacht worden zu sein.
Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz forderte damals einen Spielabbruch: “Ich habe zum Schiedsrichter gesagt. ‘Wir akzeptieren die Niederlage.’ Er kann das Spiel abbrechen, um ein Zeichen zu setzen. Wir reden immer, aber keiner handelt. Das ist traurig für den Spieler und für alle anderen.”
Löwen-Boss Gernot Mang hatte sich noch auf dem Platz bei Butler entschuldigt. Außerdem reichte das Präsidium eine offizielle Entschuldigung nach: “Wir freuen uns heute über drei gewonnene Punkte nach einem starken Auftritt gegen den Tabellenführer aus Cottbus. Leider wurde das Spiel in der zweiten Halbzeit von einem rassistischen Vorfall, der von der Tribüne der Löwenfans in F1 ausging, gegenüber eines Spielers von Energie Cottbus, überschattet. Wir entschuldigen uns als Präsidium im Namen des Vereins bei Justin Butler und beim Verein Energie Cottbus für den indiskutablen und beschämenden Vorfall in aller Form. Rassismus hat bei Sechzig München keinen Platz. Heute nicht. Morgen nicht. Und auch darüber hinaus nicht. Wir danken der aktiven Fanszene für die lautstarke und deutliche Reaktion auf den Vorfall.” Die West schrie “Nazis raus”.






