Nach dem 2:2 gegen Aachen: So schaut`s aus, Sechzig!
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 02.02.2026 09:35
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Fühlte sich benachteiligt von Schiedsrichter Wilke: Sigurd Haugen.
VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
TSV 1860 MÜNCHEN - ALEMANNIA AACHEN 2:2.
So brüllte der Löwe: Dähne (3) – Schifferl (3,5), Reinthaler (3,5), Voet (3,5) – Lippmann (4), Maier (4/46. Dordan 5), Jacobsen (3), Jakob (5/46. Rittmüller 4) – Volland (3,5), Philipp (3,5/72. Steinkötter 4) – Hobsch (3,5/72. Haugen 3).
So spielte Alemannia Aachen: Pseftis – Wegmann, Wiebe, Bagkalianis – Nadjombe, Gaudino (84. Yarbrough), Ademi (88. Castelle), Scepanik – Loune (84. Bahn), Gindorf – Schroers (88. Wriedt).
Tore: 0:1 (18./Elfmeter) Gindorf, 1:1 (22.) Maier, 2:1 (54./Elfmeter) Jacobsen, 2:2 (61.) Schroers.
Gelbe Karten: Maier, Jakob, Dordan – Gindorf, Pseftis, Wiebe, Wriedt.
Zuschauer/Löwenanteil: 15.000/13.500.
Schiedsrichter: db24-Note 5 für Martin Wilke. Der 28-Jährige übersah gleich in der Anfangsphase beim Stand von 0:0 ein klares Strafraum-Foul an David Philipp (Schlag gegen das Sprunggelenk) – bei den späteren Elfmeter-Entscheidungen für Aachen und 1860 lag Wilke dagegen richtig. Ein Platzverweis anstelle von Gelb wäre auch für Damjan Dordan nach einer Grätsche auf Höhe der Mittellinie mit gestrecktem Bein gegen Nadjombe möglich gewesen. Eine zwingende rote Karte war zudem der Check in der Nachspielzeit von Aachens Wegmann als letzter Mann gegen Sigurd Haugen – das war Raub einer klaren Torchance.
Nach dem 2:2 gegen Aachen: In welcher Liga spielt 1860 im nächsten Jahr?
Die db24-Spielbewertung: Note 4,0. Zu Beginn agierte 1860 zielstrebiger als sonst, insbesondere Thore Jacobsen tat sich als agiler Antreiber hervor (er leitete auch die Elfmeter-Situation ein) – allerdings war nicht zu übersehen, dass gleichzeitig die Abwehr nicht so konzentriert zu Werke ging wie sonst. Und so ging der Gast nach einem Fauxpas von Philipp Maier (Elfmeter) in Führung. Kurz danach verpasste Aachen das mögliche 2:0. Plötzlich das 1:1: Maiers Schussversuch wird abgefälscht – Tor. Mit Wiederbeginn brachte Trainer Markus Kauczinski mit Marvin Rittmüller und Damjan Dordan zwei neue Kräfte, besser wurde das Spiel nicht – im Gegenteil. Trotzdem ging der Löwe erstmals im Jahr 2026 in Führung: Patrick Hobsch holte einen Elfmeter heraus, den Jacobsen gewohnt sicher zum 2:1 verwandelte. Doch Mika Schroers gelang sieben Minuten später mit einem Traumtor der verdiente Ausgleich – ein Schuss aus 25 Metern in den linken oberen Winkel zum 2:2.
Die db24-Kurvenanalyse: Note 5. Wenig Stimmung, viel Politik – wer 1860 aus erfolgreichen Tagen kennt, wird zustimmen: Das hat nur noch wenig mit den Löwen zu tun. Plakate gegen den VAR – und für das Grünwalder Stadion: „Mit Erbpacht und Mut wird’s Sechzger gut!“ Bezeichnend auch: Als der lange verletzte Masken-Löwe Sigurd Haugen eingewechselt wurde, hätte man eigentlich erwartet, dass sich das ganze Stadion erhebt und den Rückkehrer feiert – auch diese Geste fiel ins Wasser.
Der Trainer-Check: db24-Note 3,5 für Markus Kauczinski. Er hat im Vorfeld alles dafür getan, dass die Löwen stabiler werden. Doch sein Matchplan ging dieses Mal nicht auf - und er wurde nach seinen Korrekturen in der Halbzeitpause nicht besser. Seine defensive Haltung auf dem Transfermarkt bringt ihn um eine bessere Platzierung: Hätte 1860 in der Winterpause auf der Acht beziehungsweise im Angriff (schneller Stürmer) reagiert, würden die Löwen jetzt um den Aufstieg spielen.
Zum Lachen: Hannibal Haugen ist zurück - gut für Sechzig! Auch wenn sein Comeback wahrscheinlich zu spät kommt.
Zum Weinen: Sieglos seit vier Spielen. Frustrierend.
Mein Löwen-Held: Sigurd Haugen - Scheiß da nix, dann feid da nix!
Der beste Spieler auf dem Platz: Aachens Mika Schroers (db24-Note 2) - nicht nur wegen seines Traumtores zum 2:2 in den Giebel. Ein ständiger Unruheherd.
Der Löwen-Spruch des Tages: “Wir waren nicht gut genug, um zu gewinnen.” Markus Kauczinski.
So schaut’s aus, Sechzig: Wenn nicht noch ein Wunder passiert, dann geht der Löwe ab Sommer in die nächste Dino-Saison in der Dritten Liga. Wem’s gefällt…






