VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)

Als der TSV 1860 am 30. Januar 2023, also heute vor genau drei Jahren, unglücklich mit 1:2 gegen Dynamo Dresden verlor und danach sich von Michael Köllner trennte, standen die Giesinger auf Platz 6 - nur drei Punkte hinter dem Relegationsplatz. So nah kamen die Löwen punktemässig nie wieder zu diesem Zeitpunkt an die Aufstiegsplätze heran.

Damals hatte der ehemalige Geschäftsführer Günther Gorenzel eine grandiose Idee: Nachdem das Paket Achim Beierlorzer nicht finanziell stemmbar war, setzte sich der Österreicher einfach selbst auf die Trainerbank. Nachdem das komplett schief ging, holte er den Italo-Schweizer Maurizio Jacobacci als neuen Übungsleiter. Die Sechzger wurden am Ende Achter - mit 13 Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz.

Für die Ist-Löwen unter Markus Kauczinski geht es nun darum, nach drei sieglosen Spielen den Anschluss auf die Spitzenplätze nicht zu verlieren: Vor dem Heimspiel gegen Alemannia Aachen (Samstag, 14.03 Uhr, db24-Ticker) beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz sechs Punkte, auf die direkten Aufstiegsplätze jeweils acht Zähler. Die Marschroute ist deswegen logisch: Alles auf Löwen-Sieg!

Personell ist die Ausgangsposition nicht viel besser als am vergangenen Wochenende beim 1:1 in Osnabrück: Zwar sollten Maxi Wolfram und Morris Schröter wieder in den Kader rücken, aber die wichtigen Eckpfeiler, die seit Wochen fehlen, sind weiter nicht verfügbar. Wie Sigurd Haugen. Der Norweger trainiert zwar schon wieder mit Maske. Aber ein Einsatz dürfte für ihn zu früh kommen.

Apropos Köllner: Der Oberpfälzer feiert heute seine Pflichtspiel-Premiere als Trainer des österreichischen Erstligisten Blau-Weiß Linz (18 Uhr). Nachdem Köllner mit seinem neuen Klub die Vorbereitung ohne Niederlage überstand, bekommt er heute im Pokal-Viertelfinale einen echten Brocken serviert: Es geht im Stadtderby zum LASK. Natürlich ist Blau-Weiß der Underdog. Kann Köllner eine erste Duftmarke in der Alpenrepublik setzen?