VON OLIVER GRISS (TEXT UND FOTO)

Ob Markus Kauczinski neue Aufnahmen von Sigurd Haugen vorliegen, die belegen, dass der Kiefer des 1860-Stürmers inzwischen zusammengewachsen ist, ist nicht bekannt. Jedenfalls trainierte der 28-jährige Wikinger am Mittwochnachmittag erstmals wieder mit der Mannschaft. Natürlich noch mit etwas Bedacht – aber trotzdem voller Eifer und Elan.

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„Mit Haugen ist in der Offensive gleich ein ganz anderer Zug drin“, urteilte ein 1860-Kiebitz über den Maskenmann des TSV 1860. Geschäftsführer Manfred Paula schaute während der Einheit am Trainingsplatz vorbei – vermutlich auch, um sich selbst ein Bild von Haugens Leistungsstand zu machen.

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Die Zeit der Zurückhaltung an der Grünwalder Straße 114 scheint im Fall Haugen vorbei zu sein. Team- statt Einzeltraining. Dennoch ist – Stand jetzt – nicht davon auszugehen, dass der beste 1860-Torjäger bereits ein Kandidat für den Kader am Samstag gegen Alemannia Aachen (14.03 Uhr, db24-Ticker) ist.

Haugen hatte sich kurz vor Weihnachten nach einem Zusammenprall mit FCI-Keeper Kai Eisele beim 2:1-Derbysieg in Ingolstadt den Kiefer gebrochen. Seitdem müssen die Löwen auf ihren Angreifer verzichten – die Bilanz ohne Haugen: drei Spiele, kein Sieg.

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Nach der kurzen Einheit am Mittwochnachmittag sprach Haugen auf dem Platz noch länger mit Trainer Kauczinski - und deutete mehrmals auf seinen Kiefer. Zu diesem Zeitpunkt hatte Haugen die Maske schon wieder abgenommen. Sieht zwar gefährlich aus, aber so ganz scheint der Sommer-Neuzugang noch nicht mit seinem Gesichtsschutz klarzukommen.

Kurz nachdem Haugen nach getanener Arbeit ins Auto stieg, posetete er auf seinem Insta-Kanal frische Bilder des Tages mit dem Spruch “Back in Business” - untermalt wurde die Botschaft von Rapper Eminmens “Without me”.

Während Flo Niederlechner und Justin Steinkötter extern übten, wirkten im Mannschaftstraining auch Maxi Wolfram und Morris Schröter mit. Das Offensiv-Duo wird von “Tag24” mit Erzgebirge Aue in Verbindung gebracht. Die Langzeitverletzten Jesper Verlaat, Sean Dulic, Max Christiansen Manuel Pfeifer und Tunay Deniz fehlen weiterhin.

Die Partie gegen Aachen wird übrigens am Samstag im WDR live übertragen - das Gäste-Kontingent ist mit 1.500 Fans vergriffen.