1860-Profiteur Schifferl: "Es ist jetzt nicht der Zeitpunkt, groß zu rechnen"
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 27.01.2026 09:00
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
„Ich bin sehr froh, dass ich der Mannschaft bei so vielen Ausfällen helfen kann“, erklärte die Nummer 37, die in dieser Saison erst auf sechs Einsätze kommt. „Ich bin fit, froh und sehr zufrieden, weil ich keine Rückfälle habe.“
Dass 1860 im Jahr 2026 bislang so wenige Torchancen des Gegners zulässt, ist auch Schifferls Verdienst. Wo andere wegziehen, klärt er notfalls mit dem Kopf knapp über der Grasnarbe. Umso mehr ärgert ihn, dass er beim 0:1 von Bjarke Jacobsen seine Aktien drin hat.
Schifferl ist zwar gelernter Innenverteidiger, doch in der aktuellen Dreierkette spielt er rechts als Platzhalter des verletzten Sean Dulic eine ordentliche Rolle. Und weil der talentierte U20-Nationalspieler noch länger ausfällt, wird Schifferl auch gegen Alemannia Aachen (Samstag, 14 Uhr, db24-Ticker) gesetzt sein. Die Verteidigung der Löwen ist derzeit das Prunkstück – man hat nicht das Gefühl, dass 1860 in dieser Konstellation schlechter ist als die Spitzenteams.
Mit dem Unentschieden in Osnabrück kann Schifferl leben: „Wenn man nur aufs Spiel schaut, ist es trotzdem ein gewonnener Punkt, weil es nicht einfach ist, nach einem Rückstand aus Osnabrück etwas mitzunehmen. Natürlich hätten wir gerne drei Punkte geholt, um in der Tabelle weiter nach vorne zu rücken. Wir müssen in den kommenden Wochen unsere Siege holen. Dann ist der Punkt hier viel wert.“
Wie groß ist noch die Aufstiegshoffnung? „Wir haben noch 17 Spiele! Da kann sich jeder ausrechnen, was noch möglich ist. Das gilt für jede andere Mannschaft in der Liga auch. Das ist jetzt nicht der Zeitpunkt, groß zu rechnen. Wir schauen, dass wir jede Woche unsere Spiele gewinnen. Je öfter wir gewinnen, desto öfter können wir daran denken. Wir kämpfen und probieren, dass wir so lange wie möglich dranbleiben.“
Ein Vorteil laut Schifferl: die verschworene Gemeinschaft in der Kabine. „Die Jungs, die die Möglichkeit haben zu spielen, schätzen das sehr, geben ihr Bestes und hauen sich rein. Nur so geht’s, nur so kriegt man das verteidigt. Ich bin sehr stolz auf die Truppe.“ Ein großer Faktor sei zudem das Fingerspitzengefühl von Trainer Markus Kauczinski: „Er ist ein Trainer mit einem guten Gespür – das ist wichtig für uns.“
Im Sommer läuft Schifferls Vertrag aus. Wie plant er seine Zukunft? „Es ist nicht hilfreich, zu lange zu planen, weil das Geschäft zu kurzlebig ist. Das bringt nix. Seit dem Trainingslager ist mein Fokus, fit zu werden. Ich will so viele Spiele wie möglich machen – das ist mein Fokus.“






