VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Markus Kauczinski weiß, worum es geht: Seine Löwen sollten am Sonntag beim VfL Osnabrück (16.30 Uhr, db24-Ticker) punkten, um im Rennen um die Aufstiegsplätze der Dritten Liga weiter bei der Musik zu bleiben – idealerweise mit einem Auswärtscoup an der Bremer Brücke. „Das ist immer das Ziel. Um dranzubleiben, müssen wir punkten. Wir werden alles dafür tun, dass uns das gelingt“, sagte der Trainer des TSV 1860 München am Freitag auf der Spieltags-Pressekonferenz.

Kauczinski weiß aber auch: Seine personell arg gebeutelte Not-Elf wird erneut ans körperliche Maximum gehen müssen – wie schon beim 1:1 gegen Rot-Weiss Essen. Ausreden lässt der 55-Jährige nicht gelten.
„Wir müssen das Beste draus machen. Jeder, der auf dem Platz steht, hat den Anspruch, in der ersten Elf zu sein. Deshalb gibt es kein Rumgejammere – jeder muss Gas geben und sein Bestes zeigen.“
Sein Eindruck: „Die Mannschaft wirkt geschlossen, nimmt die Situation an. Ich bin mir sicher, dass die Jungs alles dafür tun werden, um dranzubleiben.“

Dass die Aufgabe an der ausverkauften Bremer Brücke eine echte Standortbestimmung wird, ist Kauczinski bewusst. Osnabrück hat Rückenwind – zuletzt gab es ein 3:0 in Aachen. „Osnabrück ist ein homogenes Team, das geschlossen auftritt. In jeder Spielphase hat es Kontrolle, gute Abstände und eine stabile Restverteidigung. Eigentlich alles, was Fußball ausmacht“, lobte Kauczinski – auch mit Blick auf Winter-Neuzugang Julian Kania. Sein Fazit: „Ein richtig gutes Team mit wenig Schwächen.“

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Parallel laufen bei 1860 die Überlegungen für mögliche Winter-Nachjustierungen. Bis zum 2. Februar ist der Transfermarkt noch geöffnet. „Im Sturm ist die Idee, noch etwas zu machen, am ehesten gegeben. Aber ein Kandidat muss uns sofort weiterhelfen“, betonte Kauczinski. Vorrangig gehe es darum, „die nächsten drei, vier Wochen zu überstehen, bis die ersten Spieler zurückkehren“. Der Norweger Sigurd Haugen wird so schnell keine Alternative werden.

Zum Heimspiel gegen Alemannia Aachen (31. Januar) rechnet der Löwen-Coach immerhin wieder mit Maxi Wolfram und Morris Schröter. Weitere Rückkehrer lassen noch auf sich warten – auch wenn Jesper Verlaat, Manuel Pfeifer, Florian Niederlechner und Samuel Althaus langsam ins Lauftraining einsteigen sollen. Kauczinski mahnt zur Geduld: „Die Jungs brauchen unterschiedlich lange, um wieder in die Performance zu kommen. Deshalb bringt es nichts, jemanden zu holen, der ebenfalls Zeit braucht.“

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