Nach 1:1 gegen Essen: DFB fordert Stellungnahme von 1860 an
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 21.01.2026 17:52
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Die “WAZ” berichtet jetzt, dass der DFB-Kontrollausschuss sich eingeschaltet und von beiden Klubs eine Stellungnahme angefordert hat. Das Blatt schreibt: “Sowohl die Löwen als auch die Essener sollen nun ihre Sicht der Dinge schildern, anschließend wird es zu einer Entscheidung und möglichen Sanktionen von Seiten des DFB kommen.”
Was ist genau passiert? “Der Frust einiger Fans der Löwen entlud auf unangemessene Art und Weise. In Richtung der Essener Anhänger flogen mehrere volle Bierbecher. Dabei wurden auch Mitarbeiter des Teams von „Radio Hafenstraße“ getroffen, samt des Inventars. Die Szenen ereigneten sich unmittelbar vor der Pressetribüne, auch diese Redaktion hatte einen guten Blick auf die Tumulte auf der Haupttribüne des Grünwalder Stadions”, schrieb WAZ-Reporter Martin Herms.
Und weiter: “Der Ordnungsdienst traf die folgerichtige Entscheidung, mehrere Fans der Löwen für die Becherwürfe aus dem Stadion zu schmeißen. Sie wurden von ihren Plätzen nach draußen geführt. Zwei Männer und eine junge Frau, die nur schwer zu beruhigen war, verließen die Tribüne.”
In Zuge dessen kritisiert die “WAZ” die fehlende Fantrennung auf der Haupttribüne. Außerdem sei die geringe Anzahl an Ordnungskräften aufgefallen. “Nicht zum ersten Mal ist es bei Heimspielen von 1860 München zu Auseinandersetzungen gekommen.”
Richtig ist, dass auf der Haupttribüne immer wieder Gäste-Fans sitzen, die bei Toren für ihre Mannschaft aufspringen und jubeln. Das provoziert dann freilich den heimischsen Anhang. Keine einfache Konstellation, aber im Grünwalder Stadion nicht anders händelbar, weil den Gästen auch eine gewisse Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung steht. Muss 1860 hier nachjustieren, um die Sicherheit der Haupttribünen-Gäste zu gewährleisten?
db24 meint: Prinzipiell geht es auf der Haupttribüne meist fair zu. Dass dort auch Gästefans sitzen, ist im Grünwalder Stadion seit Jahren gelebte Praxis und angesichts der baulichen Gegebenheiten kaum anders zu lösen. Wer jedoch mit Provokationen, Becherwürfen oder persönlichen Beleidigungen reagiert, überschreitet eine klare Grenze – unabhängig davon, wer zuvor gejubelt oder provoziert hat.






