VAR-Mini ab Sommer in der Dritten Liga?
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 20.01.2026 16:03
- 1 Minute Lesezeit
- 21 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Denkbar wäre aus Kostengründen eine technisch abgespeckte Lösung mit einem begrenzten Trainer-Einspruch – ein Modell, das in der italienischen 3. Liga bereits getestet wird. In Ligen mit vollwertigem VAR ist eine Trainer-Challenge laut FIFA hingegen nicht erlaubt. Mit Blick auf die Bundesliga und die 2. Liga hielt Kircher fest, dass die Trainer „nach unseren Erkenntnissen eigentlich gar keine Challenge“ wollen.
Besonders betroffen von Fehlurteilen ist einmal mehr der TSV 1860 München. Kein Team wurde in dieser Saison häufiger benachteiligt als der Meister von 1966 – insgesamt 14-mal. Die Konsequenz: Eine deutlich bessere Platzierung als Rang neun blieb den Löwen bislang verwehrt. Auf Platz zwei steht der SC Verl, der trotz aller Benachteiligungen auf Position 1 rangiert.
Löwen-Rückkehrer Kevin Volland fand dazu zuletzt klare Worte. Vor allem sein nicht gegebenes Tor in Aue habe ihn massiv geärgert, weil es den Spielverlauf hätte verändern können. Insgesamt werde in der Liga zu oft „auf Verdacht“ gepfiffen, kritisierte der Stürmer im Trainingslager in Belek. Die Folge seien endlose Grundsatzdiskussionen nach fast jedem Spiel.
Vollands pragmatischer Vorschlag: klare Entscheidungen, weniger Debatten – notfalls mit technischer Hilfe. „Es braucht mehr Klarheit und weniger Diskussionen.” Auch Trainer Markus Kauczinski erklärte zuletzt: “Ich bin für den VAR - am Ende ist es aber eine Kostenfrage.”
Die Löwen könnten die Problematik in der Dritten Liga ab Sommer umgehen - mit einem einfachen Plan: Aufsteigen - in der Zweiten Liga gibt es die technischen Hilfsmittel, die den Profifußball in Deutschland insgesamt gerechter machen.






