Nach dem 1:1 gegen Essen: So schaut`s aus, Sechzig!
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 19.01.2026 10:13
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
TSV 1860 MÜNCHEN - ROT-WEISS ESSEN 1:1.
So brüllte der Löwe: Vollath (db24-Note 3) - Schifferl (2,5), Reinthaler (2), Voet (2,5) - Lippmann (3,5), Maier (3), Dordan (3,5/84. Steinkötter), Jakob (3) - Volland (3,5) - Hobsch (3,5), Philipp (4,5/73. Danhof 3,5)
So spielte Rot-Weiss Essen: Golz - Rios Alonso, Schultz, Kraulich - Kostka, Swajkowski (89. Hüning), Müsel (89. Kaiser), Brumme - Safi (80. Janssen), Mizuta (80. Bouebari) - Schmidt (62. Obuz)
Schiedsrichter: Felix Weller (Neunkirchen)
Tore: 0:1 Janssen (83.), 1:1 Reinthaler (90.)
Gelbe Karten: Schifferl, Hobsch - Schultz, Kostka, Brumme, Hüning
Zuschauer/Löwenanteil: 15.000/13.500.
Schiedsrichter: db24-Note 2 für Felix Weller. Der Unparteiische aus Neunkirchen wurde kaum wahrgenommen - das ist meist ein gutes Zeichen. In der zweiten Hälfte gab es eine knifflige Szene für ihn zu entscheiden, als im Essen-Strafraum Kevin Volland fiel - der Kontakt war zu wenig, um auf Elfmeter zu entscheiden. Demnach hat Weller richtig gehandelt.
Die db24-Spielbewertung: Note 4,5. Beide Teams neutralisierten sich mit der selben Spielanlage gegenseitig - von der Qualität des Hinspiels war diese Partie ganz weit entfernt. Bei den Löwen konnte man nicht mehr erwarten. Das stark ersatzgeschwächte 1860 (elf Spieler fehlten) haute alles raus, vor allem im körperlichen Bereich. Auch Kevin Volland rieb sich wieder auf, dadurch litten aber seine Offensivaktionen. Essen wirkte ohne echten Übergangsspieler limitiert - und ging trotzdem in der 83. Minute in Führung: Obuz schoß, Janssen hielt den Fuß noch hin - 0:1. Unhaltbar für 1860-Keeper Vollath. Doch die Löwen gaben sich nicht auf und erzielten in der 90. Minute den Ausgleich: Scharfe Ecke Volland, Voet bekommt den Fuß hin - und Reinthaler hämmert aus anderthalb Metern den Ball über die Linie. 1:1. Ein gerechtes Ergebnis.
Die db24-Kurvenanalyse: db24-Note 4. Angesichts der Wichtigkeit dieser Partie war die Anfeuerung in der Westkurve nicht so, wie man es sich gewünscht hätte - außerdem war die Anti-Ismaik-Fahne wieder zu sehen. Potenzielle Investoren werden genau hinschauen, wie mit Förderern bei 1860 umgegangen wird. Ob das schon alle verstanden haben?
Der Trainercheck: db24-Note 2 für Markus Kauczinski. Es ist sein Verdienst, dass die Not-Elf des TSV 1860 so gut funktioniert. Im Trainingslager in Belek hat er die Mannschaft noch einmal näher zusammengebracht - auf und neben dem Platz. Abzulesen auch daran, dass das Pressingverhalten entscheidend verbessert wurde. Hoch anrechnen muss man ihm auch, dass er aufgrund der Untätigkeit auf dem Transfermarkt nicht jammert, obwohl er an den Ergebnissen (Aufstieg oder Nichtaufstieg) gemessen wird.
Zum Lachen: Das Einlaufen der Generationen: Alt und Jung an einer Hand. Starke Aktion der Bayerischen!
Zum Weinen: Die rekordverdächtige Ausfallliste der Löwen.
Mein Löwen-Held: Siehe Kauczinski.
Der beste Spieler auf dem Platz: Da gibt’s keine zwei Meinungen: Max Reinthaler. Hinten räumte er alles weg, vorne schnalzte er den Ball in der 90. Minute aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie. Max, der Löwen-Leuchtturm. Er hat sich festgespielt - der Südtiroler erlebt gerade seine beste Phase an der Grünwalder Straße, auch weil er seinen Körper aktuell gut im Griff hat. Chapeau!
Der Löwen-Spruch des Tages: “Wenn du am Ende so spät das Gegentor kriegst, bist du froh, wenn du noch einen Punkt mitnimmst. Aber ich hatte schon das Gefühl, dass wir auch als Sieger vom Platz gehen können.” Max Reinthaler.
So schaut’s aus, Sechzig: So tapfer die Leistung gegen RWE auch war, Sechzig braucht Siege, will man weiter vorne mitmischen! Hoffentlich rächt sich die zögerliche Transferpolitik in der Winterpause nicht.






