"Reibt sich für andere auf, schafft Räume!": Zündet Philipp auch in der Liga?
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 15.01.2026 08:26
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Stellt sich die Frage: Kann er seine starke Vorbereitungsform endlich konservieren und mit in die Liga nehmen? Genau das ist das große Thema vor dem Re-Start gegen Rot-Weiss Essen (Samstag, 14 Uhr, db24-Ticker).
Trainer Markus Kauczinski will dabei keinen zusätzlichen Druck aufbauen. Auf db24-Anfrage sagte er: „David hat bei mir immer alles gegeben. Er hat auch von Anfang an gespielt – dann war die Konstellation die Frage: Sind wir damit torgefährlich genug? Ich hatte das Gefühl, dass es eine Konstellation gibt, die torgefährlicher ist – mit Sigi Haugen, Kevin Volland und Patrick Hobsch. Jetzt zählen andere Konstellationen. Das ist jetzt eine Chance für ihn. Ich finde, er hat immer gut gespielt, auch gegen Verl. Er war da einer der Auffälligsten in der Offensive.“
Weil Haugen noch Wochen ausfällt, schlägt nun die Stunde von Philipp, der als Ersatz prädestiniert ist. Er bringt alles mit: Technik, Geschwindigkeit, Spielwitz. Kauczinski sagt: „Es ist jetzt an der Zeit, dass er sich belohnt – so wie gegen Winterthur. Mit einem Tor, mit einem Abschluss. Bei all dem Aufwand, den er betreibt, muss auch etwas rumkommen. Er war länger raus, aber man merkt: Er hat jetzt einen guten Rhythmus.“
Ein Talent ist Philipp mit seinen 25 Jahren nicht mehr. Eigentlich ist er für die Dritte Liga überqualifiziert. Der frühere Bremer muss jetzt explodieren – auch aus Eigeninteresse, denn sein Vertrag läuft im Sommer aus. Kauczinski ordnet ein: „Die Frage ist: Ist er der Top-Torjäger? Nein. Er ist der Vorbereiter, der den vorletzten oder letzten Pass spielt, der sich für andere aufreibt, Räume schafft.” Genau das braucht 1860 in der aktuellen Situation.
Kauczinski: “Ich messe ihn nicht allein an Toren. Aber er muss versuchen, aus seinen Möglichkeiten noch mehr zu machen: mehr Torschüsse, mehr Vorlagen. Darauf hoffe ich. Gegen Winterthur war das schon ein guter Schritt. Er war auch gegen Verl unser gefährlichster Mann. Ich tue mir aber schwer, ihm etwas aufzubürden, was er vielleicht nicht leisten kann.” Doch Kauczinski hätte sicher nichts dagegen, wenn Philipp auch gegen Essen liefert.






