Kauczinski und die 19 Bergetappen zum Gipfel: "Es ist eine große Sehnsucht da..."
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (BILD/FOTOMONTAGE)
- 12.01.2026 09:24
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (BILD/FOTOMONTAGE)
„Es bringt mir nichts, auf das Bergkreuz zu schauen, wenn ich noch so viele Etappen vor mir habe.“
Was er damit sagen wollte: Von der Bergspitze – respektive der Tabellenspitze – will Kauczinski jetzt noch nicht reden. Die Erwartungshaltung rund um den TSV 1860 kann der 55-Jährige verstehen: „Um 1860 München herum gibt es eine große Energie. Natürlich haben wir den Wunsch aufzusteigen. Das weiß ich. Es ist eine große Sehnsucht da. Die kann ich teilen.“
19 Bergetappen liegen vor den Löwen – die erste bereits am kommenden Samstag, wenn das vier Punkte besser platzierte Rot-Weiss Essen (14 Uhr) im ausverkauften Grünwalder Stadion aufschlägt. Die Rechnung ist einfach: Mit einem Heimsieg könnten sich die Sechzger wieder verdammt nah an Rang vier heranpirschen.
Die Löwen wollen dabei nicht abwarten, was die Rückrunde bringt, sondern im Rahmen ihrer Möglichkeiten angreifen. „Wir sagen jetzt nicht: Wir gucken mal, was passiert. Wir haben 30 Punkte nach der Hinrunde. Wir wollen in der Tabelle so lange wie möglich oben und so hoch wie möglich sein“, erklärte Kauczinski auf db24-Anfrage. Zuvor hatte er seine Mannschaft im Susesi-Hotel in einer internen Sitzung noch einmal auf die kommenden Monate eingeschworen: „Wir wissen, wie viele kleine Schritte das braucht. Wir wollen durchziehen, was wir angefangen haben. Da gibt es in der Mannschaft keine Zweifel.“
Kauczinskis bisheriger Punkteschnitt von 2,0 Zählern pro Spiel lässt den Löwen-Kosmos zumindest vorsichtig träumen – zumal die Leistung bei der Generalprobe gegen den Schweizer Erstligisten FC Winterthur beim 4:1-Sieg sehr ansprechend war. „Wir wollen das – auch vom Punkteschnitt her – weitermachen. Wir wollen das durchziehen“, so der Trainer.
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Trotz der vielen Ausfälle – am Freitag zog sich mit Sean Dulic zu allem Überfluss auch noch ein Stammverteidiger eine Muskelverletzung zu – sieht Kauczinski seine Löwen für den Aufstiegskampf gewappnet. Auffällig in den Tagen von Belek: Die Mannschaft ist noch enger zusammengerückt und hat viele Ideen ihres Trainers bereits adaptiert. Gegen die Eidgenossen war das gut zu erkennen. „Wir haben ganz wenig Platz gelassen, viele Ballgewinne gehabt und nur wenige Chancen zugelassen.“
Genau diese Hingabe und Gewissenhaftigkeit wird Sechzig in der Dritten Liga brauchen. Eine Garantie sei das jedoch nicht, warnt Kauczinski:
„Eine Gewähr für Essen ist das aber nicht. Das hat nichts mit dem zu tun, was jetzt auf uns zukommt.“






