VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Am 20. Dezember hatte Erich März noch per Whatsapp Weihnachts- und Neujahrswünsche verschickt: "Wie ein Elefant - stark, ruhig und gelassen und voller Würde möge dir diese Weihnachtszeit Freude und Kraft schenken und Gelassenheit in stürmischen Zeiten und Momenten."

Nach db24-Informationen ist der frühere Fanartikel-Boss (“Ich kann Scheiße für Butter verkaufen”) am Sonntag im Alter von 74 Jahren viel zu früh verstorben. Auf seinem Whatsapp-Status die Nachricht: “Liebe Freunde und geschätzte Partner, das Jahr beginnt für uns mit einem tiefen Verlust. Unser geliebter Erich ist am 3. Januar 2026 völlig unerwartet und friedlich an einem plötzlichen Herzstillstand verstorben.”

Ex-Präsident Karl-Heinz Wildmoser hatte die Merchanding-Rechte an PR-Manager März viel zu günstig verkauft. Seine erste Amtshandlung war allerdings wenig überlegt: Er ließ Klopapier mit dem Löwen-Emblem bedrucken - ein Flop. Wildmoser ließ den Fanartikel vor dem genußvollen Zugriff der Bayern-Anhänger einstampfen.

Als die Löwen mit der Rückkehr in die Bundesliga 1994 dann Erfolg hatten, holten sich die Löwen nach einem jahrelangen juristischen Streit das Paket wieder zurück - für rund 1,4 Millionen Mark.

März kannte alle Großen der Branche: Er fädelte Deals für Franz Beckenbauer, Petar Radenkovic und Skispringer Martin Schmitt ein. Den Empfang der frischbackenen Ski-Olmypiasiegerin Marina Kiehl im Jahr 1988 auf dem Mariahilfplatz und in der Turnhalle in der Auenstraße organisierte ebenfalls März.

Im Jahr 2012 brachte er den Löwen Self-Made-Millionär Robert Geiss zu einem Heimspiel in der Allanz Arena - natürlich öffentlichkeitswirkam. Vor ein paar Jahren besorgte März Ex-Trainer Michael Köllner einen Sponsor-Vertrag mit dem “Bayernpark”.

Sechzig hatte den umtriebigen Manager nie losgelassen. Als die ARD die Doku “Rise & Fall” über die Löwen zeigte, schrieb er der db24-Redaktion eine Whatsapp-Nachricht: “Schaue mir gerade diese Doku an. Viele schräge Vögel im Umfeld… Und ich kann zurückblicken mit Radis Abschiedsspiel bis zu vielen Sponsorenverträgen bei 1860. Das was jetzt ist, ist nur Blabla.”