Ab in die Sonne: Ohne Kult-Allesfahrer Fehling nach Belek - Frühaufsteher droht Geldstrafe
- VON OLIVER GRISS
- 03.01.2026 07:43
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VON OLIVER GRISS
Der Drittliga-Achte, nur vier Punkte vom Relegationsplatz entfernt, reist ins einwöchige Trainingslager nach Belek – dorthin, wo sich in diesen Tagen halb Fußball-Deutschland (und mehr) trifft. Rot-Weiss Essen, Duisburg, Mannheim, Verl, Hannover 96, Roter Stern Belgrad, Dynamo Dresden, Ulm, Magdeburg, Paderborn, Borussia Mönchengladbach und St. Pauli sind bereits vor Ort. In ein paar Tagen stößt auch Österreichs Tabellenführer Red Bull Salzburg dazu. Fußball satt an der türkischen Riviera – wer Bock drauf hat.
Die Löwen, in deren Maschine auch MSV-Geschäftsführer Michael Preetz saß, reisen allerdings nicht sorgenfrei an. Gleich fünf gestandene Profis fehlen auf der Passagierliste: Siemen Voet (krank), Sigurd Haugen (Kieferbruch), Max Christiansen (Hüft-OP), Tunay Deniz (Kreuzband-OP) – und Florian Niederlechner. Der erfahrene Angreifer meldete sich kurzfristig mit Muskelproblemen ab und absolviert seine Reha daheim.
Quartier beziehen die Sechzger im Fünf-Sterne-Hotel Susesi in Belek – Komfort ohne Ende. Ein kleiner Haken bleibt: Zum Trainingszentrum geht es täglich 6,5 Kilometer mit dem Bus. Heute um 17 Uhr steht bei angenehmen 14 Grad die erste Einheit auf türkischem Boden an.
Vermisst wird dabei ein Mann, der seit Jahrzehnten zum Inventar der Löwen gehört: Fritz Fehling. Der Allesfahrer, Inbegriff des Sechzig-Fans mit Löwen-Mähne, hat sich entschieden, nicht nach Belek zu reisen. „Mit dem Fritz fehlt ein Stück Sechzig“, sagt sein langjähriger Weggefährte Roman Wöll gegenüber db24. „Er ist momentan nicht besonders positiv eingestellt, was unsere Löwen betrifft. Ich bedauere das sehr, aber er war nicht zu überreden.“
Fehling ist eigentlich immer dort, wo Sechzig spielt. „Ich kann mich nicht erinnern, wann der Fritz in den vergangenen Jahrzehnten zuletzt ein Trainingslager verpasst hat“, so Wöll. „Ich hoffe sehr, dass die Zeiten wieder besser werden.“
Der 71-Jährige ist dennoch froh, dass der Klub der Mannschaft ein Trainingslager in der Sonne ermöglicht. „Es geht um so viel“, sagt Wöll. „Markus Kauczinski hat jetzt sieben Tage Zeit, seine Buam auf die Rückrunde einzustimmen. Schade ist natürlich, dass der Kader so dezimiert ist.“
Und noch ein Hinweis für die Reisegruppe – und alle Löwenfans im Flieger: Wer bei der Landung in Antalya zu früh aufsteht, riskiert Ärger. Seit dem 2. Mai 2025 gilt in der Türkei eine neue Verordnung der Generaldirektion für Zivilluftfahrt (SHG). Anschnallen heißt warten, bis die Parkposition erreicht und das Zeichen erloschen ist. Wer dagegen verstößt, gilt als „vorschriftswidrig reisender Passagier“ – und muss mit einer Geldstrafe ab 55 Euro rechnen. Und das wäre tatsächlich ein schlechter Start in der Türkei…






