VON OLIVER GRISS


Der DFB verhängt eine hammerharte Strafe gegen den 1860-Kapitän - Trainer Schmidt: "Das Urteil steht in keinem Verhältnis"
Schock für 1860: Benny Lauth, der in der Fußball-Szene als überaus fairer Profi gilt, wird für seinen Ellbogencheck gegen Aalens Marcel Reichwein vom DFB-Sportgericht für vier Spiele gesperrt. "Das ist ein Schock", sagte der 31-jährige Kapitän am Mittwochnachmittag völlig konsterniert: "Damit habe ich nicht gerechnet, vor allem, weil Reichwein gesagt hat, dass es nicht so schlimm war."
Damit ist Lauth nicht nur für die Spiele gegen Regensburg und Dresden in diesem Jahr gesperrt, sondern auch für die Auftaktbegegnungen im Jahr 2013 gegen Lautern und Duisburg. Und angeblich sind die Löwen damit noch gut bedient, denn schon seit Montagnachmittag geisterte in der 1860-Geschäftsstelle eine viel höheres Strafe herum: Von bis zu sechs Spielen Sperre war die Rede.
Heißt für die 1860-Bosse: Man braucht in der Winterpause unbedingt Sturm-Ersatz, alles andere wäre - trotz wichtiger Jugend-Förderung -  grob fahrlässig.
Schon fix: Die Löwen werden gegen das Lauth-Urteil keinen Einspruch einlegen - und das überrascht ein wenig, schließlich gilt Lauth als die blaue Lebensversicherung. Ohne Bennys Tore würde 1860 gegen den Abstieg spielen.
In seiner ersten Reaktion sagte Löwen-Trainer Alexander Schmidt am Mittwochmittag zu dieblaue24: "Da ist man dem DFB ausgeliefert, aber das Urteil steht in keinem Verhältnis. Das Urteil ist zu hart, jetzt müssen die jungen Spieler die Chance nutzen." 
Einziger Trost: Lauth kann im wichtigen DFB-Achtelfinale in Bochum (19. Dezember) eingesetzt werden.
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