VON OLIVER GRISS UND RENATE FEIL (FOTO)

Dass Robert Reisinger der 37. Präsident in der bewegten Geschichte des TSV 1860 ist, hat er zum großen Teil auch der aktiven Fanszene zu verdanken, die im Juli die Massen mobilisiert hat - doch jetzt scheinen erste Risse in die anfangs so harmonische “Beziehung” zu geraten. Am Freitagabend beim 2:0-Sieg gegen Memmingen rollten die Ultras in der Westkurve ein Plakat aus, dass den Ober-Löwen bestimmt nicht entzückt hat. Zu lesen war auf dem Banner, der minutenlang gezeigt wurde: ““Pyroverzicht gab und gibt es nicht. Reisinger mach dei Arbeit. Das wär a Gschicht!” Gegenwind für den Ober-Löwen.

Worum geht’s? Nach dem Pyro-Vorfall beim Auswärtsspiel in Augsburg (2:3) hatte der Präsident gegenüber der “AZ” behauptet, dass sich die Ultras einem Versprechen widersetzt hätten. “Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Wir hatten vor der Saison eine klare Absprache mit unseren Fans, dass keine Pyro kommt”, hatte Reisinger gesagt.

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Die Ultras baten Reisinger, dies richtig zu stellen - weil es aus ihrer Sicht nie eine Pyro-Absprache gab. Nach dieblaue24-Informationen soll es dazu vor einigen Tagen auch ein Gespräch zwischen Ober-Löwe und Ultras im Präsidentenzimmer in der Geschäftsstelle gegeben haben. Laut Ohrenzeugen soll das Gespräch ein lautes Ende genommen haben. Verspielt Reisinger so seinen Kredit in der aktiven Fanszene, die sich in dieser Saison so vorbildlich rund ums Grünwalder Stadion präsentiert?

Reisinger hat beim TSV 1860 alles andere als ein leichtes Amt: Nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern gibt es viele offene Fragen. Bis heute hat kein Gespräch zwischen den beiden Gesellschaftern stattgefunden, um eine gemeinsame Zukunft zu planen.

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Umfrage endete am 13.11.2017 08:00 Uhr

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18% (910)

Teilnehmer: 4928