VON OLIVER GRISS UND ULI WAGNER (FOTO)

Wenn man die Worte von Geschäftsführer Markus Fauser im Pressestüberl an der Grünwalder Straße richtig deutet, dann gibt’s einen klaren Plan an der Grünwalder Straße: Der TSV 1860 will sich in der Regionalliga Bayern gesund sparen. „Wir werden auf Sponsorengelder und Drittmittel angewiesen sein. Da sind wir in der Abstimmung. Wir werden sparen müssen, aber wir werden nicht sparen am Sportlichen”, erklärte Fauser am Montag.

Nach dieblaue24-Informationen will der Verein mit einem Etat von 2,5 bis 3,5 Millionen Euro an den Start gehen - und zwar ganz ohne Finanzspritzen von Investor Hasan Ismaik, der bislang 70 Millionen Euro in den Verein gesteckt hat. Ob dies allerdings der richtige Weg ist, der zum direkten Wiederaufstieg führt, darf stark bezweifelt werden. Gegenüber der “SZ” machten Übergangs-Präsident Robert Reisinger und Vize Hans Sitzberger klar, dass unter ihrer Regie keine Darlehen aus Abu Dhabi mehr aufgenommen werden. “Eine Fortsetzung der Schuldenpolitik der Vergangenheit wird es mit mir nicht geben. Die KGaA wird mit mir keine weiteren Darlehen aufnehmen”, erklärte Reisinger dem Blatt. Und Unternehmer Sitzberger, der vor einigen Tagen die Seiten wechselte, fügte gegenüber der “SZ” hinzu: “Wenn, dann soll er uns das Geld schenken.” Ist das die Taktik, um Investor Ismaik müde zu machen?

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Umfrage endete am 26.06.2017 22:00 Uhr

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Einnahmen dürfte der TSV 1860 demnächst immerhin auf dem Transfermarkt erzielen: Nachdem die beiden Abwehrtalente Felix Uduokhai und Marin Pongracic gültige Verträge für die Regionalliga besitzen, könnte der Verein hier eine Ablöse von rund zwei Millionen Euro erzielen. Ein Geldregen, der helfen könnte.

Auch vom Umzug von der Allianz Arena ins altehrwürdige Grünwalder Stadion erwarten sich die Löwen eine deutliche Kostenreduktion. Allerdings weiß dieblaue24: 50 Prozent der Stadion-Vermarktung für das Giesinger Kultstadion, indem nur 12.500 Fans Platz haben, gehen direkt an Vermarkter Stroer. Hoffentlich geht diese weiß-blaue Rechnung auf.