VON OLIVER GRISS UND ULI WAGNER (FOTO)

Sich mit dem TSV 1860 zu identifizieren, den Verein tagtäglich zu leben: Eigentlich eine simple Geschichte und doch ist es für viele Funktionäre und Trainer in den letzten Jahren eine zu hohe Kunst gewesen, diese Klaviatur zu beherrschen. Die Quintessenz: Bevor es an der Grünwalder Straße richtig losgeht, sind viele schon wieder gescheitert.

Auch Thomas Eichin hat anders als beispielsweise Oliver Kreuzer Startschwierigkeiten bei Münchens großer Liebe. Einerseits gilt er in der Branche als Alphatier, anderseits spürt man, dass der Ex-Profi im Stadtteil Giesing noch immer fremdelt. “Es wird noch dauern, bis ich richtig angekommen bin”, gab der 1860-Sportchef zuletzt gegenüber “Sport 1” zu. Doch zulange sollte Eichin nicht mehr warten, denn seine ganze Arbeitskraft wird gebraucht, um die Löwen stabil zu machen.

Allerdings könte sich das mit der Eingewöhnungszeit möglicherweise noch hinziehen, legt man die Worte von Werder-Aufsichtsrat Willi Lemke auf die Goldwaage. In Bremen soll Eichin, der dort vorzeitig gehen musste, nie angekommen sein, wie “Mister Werder” jetzt gegenüber “Redaktionsnetzwerk Deutschland” behauptet: “Das Problem war, dass er es nicht geschafft hat, sich im Verein und in der Stadt zu verankern. Aber das ist sehr wichtig bei Werder. Du musst Grünkohl lieben, du musst zum Freimarkt gehen - und du musst unbedingt ins Team passen - sonst kommst du hier nicht an.” Ob’s Eichin jetzt gelingt, bei Münchens großer Liebe zu funktionieren?

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