VON PASCAL LAWITSCH

TZ: Der ehemalige Geschäftsführer Robert Schäfer soll bei 1860  angefragt haben, ob dieser ihm eine Nebenbeschäftigung erlauben würde. Schäfer sei zwar beurlaubt beim Verein, aber noch immer unter Vertrag, was ihn dazu gebracht haben soll, bei seinem ehemaligen Arbeitgeber anzufragen, ob die Löwen-Führung ihm die Erlaubnis erteilen würde, einen Zweitjob anzunehmen. Schäfer sei als Geschäftsführer bei Dynamo Dresden im Gespräch. Seine Stellungnahme zu diesem Thema: "Das muss offensichtlich ein Missverständnis gewesen sein. Es ging mir natürlich nicht darum, die Erlaubnis einer Nebenbeschäftigung einzuholen, sondern generell um das Okay für eine neue Hauptbeschäftigung. Mein Arbeitsvertrag bei 1860 gibt keine andere Möglichkeit her." Wer könnte neuer Löwen-Trainer werden? Nach dem Statement des Vereins über die Nicht-Verlängerung von Friedhelm Funkels Vertrag kreisen wieder viele Namen in der Gerüchteküche. Einer davon soll Bruno Labbadia sein. Der 48-jährige ist im Moment ohne Arbeitsstelle und brächte durch seine Stationen beim VfB Stuttgart, dem Hamburger SV und Bayern 04 Leverkusen sehr viel Erfahrung mit. Allerdings soll er es vorziehen, eine längere Auszeit vom Profifußball zu nehmen. Auch Thorsten Fink wird genannt. Einst gefeiert beim FC Basel, konnte er beim Hamburger SV nicht überzeugen und musste seinen Hut nehmen. Er soll daran interessiert sein, sich noch einmal in Deutschland zu beweisen. Sein Ziel sei allerdings die Erste Liga, obwohl er sich laut eigenen Aussagen nach, alles anhören würde. Holger Stanislawski war schon damals beim Trainerwechsel zu Friedhelm Funkel ein Thema. Er verkörpere den Rock'n'Roll, welchen sich Präsident Mayrhofer so sehr wünsche. Vor wenigen Wochen sei er sogar schon in München gesichtet worden, doch rein privat, wie seine Berateragentur klarstellte. Ein immer wieder gern genannter Name sei Lothar Matthäus. Dem inzwischen 53-jährigen wurde ein Engagement schon mehrfach abgelehnt, doch nach wie vor soll Matthäus einzelne Befürworter bei den Löwen-Verantwortlichen haben.

AZ: Rechtsradikalismus hat auch im Fußball nichts zu suchen! Aus diesem Grund hat der TSV 1860 einen Ordner entlassen, welcher ein auffälliges und unverdecktes Tattoo besitzt. Darauf sei eindeutig ein rechtsradikales Erkennungssymbol zu sehen. Darauf aufmerksam gemacht habe ein aufmerksamer Stadionbesucher. Markus Rejek lobte den Fan und betonte: „Bei uns haben solche Gesinnungen keinen Platz! Es freut uns, dass die Fans im Stadion das ebenso sehen und uns informiert haben. Der Vorfall zeigt, wie wichtig es ist, ständig für dieses Thema zu sensibilisieren und in aller Deutlichkeit zum Ausdruck zu bringen: Bei den Löwen gibt es keinen Spielraum für Rechtsradikalismus!“

Bild: Es sei eine prekäre Situation bei den Löwen. Denn nachdem der Verein seit längerem einen neuen Sportdirektor sucht, müsse man sich nun auch um einen neuen Trainer umschauen. Am Mittwoch um 17:11 Uhr teilte der TSV mit, dass der Vertrag mit Friedhelm Funkel nicht verlängert werden wird. Als offizieller Grund wird eine unterschiedliche Auffassung über die sportliche Ausrichtung genannt. Funkel soll das Präsidium aber schon vor zwei Wochen darüber informiert haben, dass er nicht verlängern wird, selbst wenn die Löwen Platz 6 erreicht hätten und sich sein Vertrag automatisch verlängert hätte. Der Grund sei die fehlende Planungssicherheit, weil noch immer nicht klar sei, welche finanziellen Mittel zur neuen Saison zur Verfügung stehen würden. Funkel klärte seine Mannschaft auf dem Trainingsfeld auf: „Es war ziemlich ruhig. Die überwiegende Mehrheit dachte ja, ich mache weiter. Es war jetzt an der Zeit, es ihnen zu sagen. Die Mannschaft muss wissen, woran sie ist.“ Kapitän Vallori habe damit überhaupt nicht gerechnet: „Ich war geschockt. Als Funkel es uns sagte, habe ich mich gefühlt wie einer, der ins kalte Wasser gestoßen wird. Ich habe damit nicht gerechnet. Es war ganz ruhig auf dem Platz, nur Osakos Dolmetscher hat gesprochen, er musste es ihm ja übersetzen.“