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Ismaik wollte bei 1860 hinwerfen

Übermittelt von auf 18. Januar 2012 – 10:43 12 Kommentare

Robert Schäfer in Belek: "Die Fans brauchen keine Angst haben, dass der Löwe durch ein Kamel ausgetauscht wird." Foto: GRISS

Geschäftsführer Schäfer: “Es war eine sehr schwierige Situation”

AUS BELEK BERICHTET OLIVER GRISS

Während Dieter Schneider (64) am Flughafen in Antalya mit seiner Familie auf den Abflug nach München wartete, sprach Geschäftsführer Robert Schäfer am 1860-Trainingsplatz in Belek zu den Journalisten: Der Jung-Manager (36) sagte dabei, dass sein größter Wunsch für die Zukunft sei, dass sich Verein und Investor Hasan Ismaik endlich lieb haben. Außerdem verriet Schäfer am Mittwochvormittag bei traumhaften Wetter an der türkischen Riviera auch, dass die Partnerschaft mit dem arabischen Investor im Dezember kurz vor dem Scheitern stand. Auf die Frage, ob Ismaik hinwerfen wollte, sagte Schäfer mit eiserner Miene: “Ich glaube, ja. Es war eine sehr schwierige Situation. Ismaik will bei 1860 Spass haben – aber er hat sich auch gesagt: Wenn die mein Geld nicht wollen, dann eben nicht…”

Mit dem Verkauf der Fanartikel GmbH und der Vereinbarung neuer Darlehen haben beide Parteien nun auf den letzten Drücker eine gemeinsame Basis geschaffen. Ismaik überwies den Löwen in der vergangenen Woche 2,3 Millionen Euro  - damit wurden die Lizenzauflagen der DFL rechtzeitig erfüllt und ein drohender Punktabzug abgewendet. Schäfer: “Wir haben am Dienstag die Auflage bekommen, dass wir am Spielbetrieb der Zweiten Liga teilnehmen dürfen.” Es war ein Kraftakt – so viel ist sicher…
Schäfers Appell für die nächsten Monate: “Wir müssen langsam anfangen, die Partnerschaft mit dem Investor zu leben und Vertrauen aufzubauen. Ismaik gibt 1860 eine historische Chance. Wir haben mit ihm eine realistische Chance in die Bundesliga aufzusteigen. Man muss sich auch mal fragen: Ismaik hat uns sein Geld gegeben, aber was geben wir ihm?” Ende Januar wird Ismaik wieder zu Gesprächen an der Grünwalder Straße erwartet…

Und den Löwen-Fans verspricht Schäfer, dass 1860 immer dieser volkstümliche Traditionsklub zum Angreifen bleiben wird: “Die Fans brauchen keine Angst haben, dass der Löwe durch ein Kamel ausgetauscht wird…”

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12 Kommentare »

  • Markus sagt:

    “…aber was geben wir ihm?”

    Mal überlegen. Die Verantwortlichen haben sich ihm vollständig ausgeliefert, er hat einen deutschen Traditionsverein zum Spottpreis bekommen, dank unfähiger Leute bekommt er die Fanartikel GmbH billig hinterher geworfen…

    Ja stimmt. Ein Denkmal wäre noch toll… Schäfer soll doch einfach mal ruhig sein.

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    • dan1860 sagt:

      herr ismaik ist doch der einzige bei den löwen der bis jetzt zu 100% gehalten hat was er sagte,und nicht so wie die anderen laberer

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    • Alexander Schlegel sagt:

      Ich kann dieses Gemotze echt nicht mehr hören und lesen. 18 Millionen zu billig?!? Ja bitte, wo waren die heimischen Firmen um sich dieses “Schnäppchen” zu sichern? Wir haben mehr als genug Konzerne und Firmen in Bayern, die diese Summe locker hätten stemmen können. Aber da war ja keiner dazu bereit. Alle haben sich weggeduckt. Ganz im Gegenteil wurde noch allenthalben von bayerischen Banken eine andere Lösung torpediert. Sagen wir es doch wie es ist: die Unterstützung in Bayern war ein einziges und beschämendes Trauerspiel! In Bayern war 60 nicht nur nicht 18 Millionen wert, sondern keinen müden Cent. So viel war der Verein wert!!!
      Trauriger Fakt ist: Ismaik war der Einzigste, der bereit war in diesen komplett heruntergewirtschafteten Verein zu investieren. Und dass der Mensch hier kein Faß ohne Boden aufmachen und Millionen einfach so versenken möchte, also Geschäftsmann bleibt: wer kann ihm das verdenken bei einem Verein, der in den letzten 50 Jahren vor allem eins bewiesen hat: dass er nicht mit Zahlen umgehen kann und Millionen sinnlos verpulvert hat.
      Und was heißt denn ausgeliefert? Ihm gehört mehr als die Hälfte des Vereins, er ist Eigentümer. Irgendwie scheinen das manche immer noch nicht begriffen zu haben. Er ist nicht irgendein Onkel aus Amerika, der a bisserl Geld übrig hat, sondern ihm gehört der Laden zu 60% (auch wenn er nur 49% Stimmanteile hat). Soll er doch mal versuchen den Karren wieder flott zu machen. Und das nicht als sinnloses Spielzeug wie bei diversen wirklichen Scheichs, die Vereine aufgekauft haben, sondern unter knallharten marktwirschaftlichen Gesichtspunkten. Das ist doch das eigentlich Spannende, das vor unseren Augen gerade passiert. Und dabei wünsche ich ihm viel Glück. Denn wenn ihm das gelingt, natürlich in Zusammenarbeit mit einer endlich in der Realität angekommenen Führung im Verein, dann können wir Fans uns gratulieren, denn das kommt uns allen in Form von gutem Fußball zugute. Und vielleicht dann auch irgendwann mal in einem eigenen Stadion.
      Geben wir ihm doch allen Beteiligten eine Chance, Insolvenz und in der Amateurliga neu anfangen können wir immer, das ist kein Kunststück. Das ist nicht immer ganz einfach und hat mich persönlich auch schon heftig zweifeln lassen, ob das noch Sinn macht, aber wenn sie jetzt endlich zueinander gefunden haben, dann warten wir doch mal ab, was passiert.

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      • Markus sagt:

        Mit ausgeliefert meinte ich, dass Verantwortliche wie unser Präsident schöne Sachen zu erzählen haben, sie aber nichts entscheiden dürfen. Das darf Ismaik. Da hast Du Recht. Wobei ich davon ausgehe, dass sämtliche Verantwortliche nur noch so lange im Amt sind wie sie Ismaik in den Kram passen. Darum ausgeliefert.

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      • bootsmann1860 sagt:

        Echt toller Beitrag. Endlich mal einer der es verstanden hat!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  • _Flin_ sagt:

    Wenn man genau hinschaut, sieht man sogar die Schnüre, die da am Kopf vom Schäfer befestigt sind.

    Tanz, Püppchen, tanz.

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  • klausi sagt:

    warum hoert man eigentlich nichts mehr von dem Nachwuchskonzept, dass der Investor unbedingt weiterfuehren wollte…..

    und warum muss der Verein Hr. Ismaik was geben ? er hat sich fuer 18mio eingekauft, was erwartet er sich den sonst noch ?

    und hinschmeissen wollte er, weil der Verein sein Geld nicht wollte ? wohl eher weil er es nicht schenken wollte, sondern mit Zins und Zinseszins wieder zurueck haben wollte….

    soll er halt mal schauen, wie er mit dem Azubi Geschaeftsfuehrer und seinen Vermarktungspersonal auf einen gruenen Zweig kommt. – allein mit fehlt der
    Glaube….

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  • andi sagt:

    es ist für 60 eine wirkliche Chance, wenn auch die einzige und das müssen bei allem Verständniss für Diskusion viele erstmal verstehen lernen.

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  • _Flin_ sagt:

    Solange mir keiner erklärt, wie man bei Kadereinsparungen von 3 Mio, Mietminderungen, 1,5 Mio pro Jahr höherem Hauptsponsorenvertrag, 23700 Zuschauern im Schnitt bei 18000 geplant und angeblich mehr Einnahmen durch Business Seats scho wieder 2,5 Mio Miese in einem halben Jahr macht, solange glaube ich kein Wort von dem, was der Schäfer da von sich gibt.

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  • heidenberger sagt:

    Schmarrn was der Schäfer sagt, meinst der Scheich verzichtet freiwillig auf 20 Mio.

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  • Rudi sagt:

    In Wirklichkeit ist die Führung des Vereins genauso gespalten wie Fan-Szene, die 60 halt nun mal ausmacht. Da gibt es die Arge hier und die Arge dort. Jeder nimmt Einfluß wo er kann. Und jeder der der im Verein ne Position bekleiden kann richtet sich wie a fanderl im Wind danach aus. Und dann sie ich die echten Löwen aus meinem Gäu, die sich so sehr wünschen, wieder in der Bayernliga zu spielen, weil es da doch so Spaß gemacht hat. Komisch, die fahren nur noch zu den Löwen, wenn Platz 1-4 aktuell ist. Mit dieser aussterbenden Rasse gibts halt keine 1. Liga.

    Nix für ungut.

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  • Gerd L. sagt:

    Schäfer wirkt leider ebenso unglaubwürdig wie Schneider.

    Zunächst sollte Schneider bitte die Fragen hier im Forum wie angekündigt beantworten: Wann soll das sein?

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