"Verdient das Toto-Pokal-Finale verloren": Die Löwen nach dem Elfer-K.o. in Würzburg in der db24-Einzelkritik
- VON CHARLES PASTURE UND IMAGO (FOTO)
- 24.05.2026 17:57
- 3 Minuten Lesezeit
- 47 Kommentare
Wann geht der Kopf wieder nach oben? Markus Kauczinski.
VON CHARLES PASTURE UND IMAGO (FOTO)
Markus Kauczinski versuchte in den letzten Tagen immer wieder dem Abschneiden der Löwen noch was Positives abzugewinnen. Doch da spielt Torwart Thomas Dähne nicht mit. Nach dem Pokal-Frust in Würzburg (3:5 n.E.) erklärte der 32-Jährige gegenüber dem “BR”: “Wir sind weit unter unseren Erwartungen geblieben. Wir haben über die meisten Strecken einfach nicht den Fußball gespielt, den wir spielen wollten, haben heute verdient das Pokal-Finale verloren.” Die db24-Einzelkritik:
Thomas Dähne (db24-Note 3): Der Löwen-Keeper strahlte über weite Strecken die gewohnte Ruhe aus und war beim Gegentreffer in der regulären Spielzeit chancenlos. Auch im Elfmeterschießen fehlte ihm letztlich die Möglichkeit, entscheidend einzugreifen.
Manuel Pfeifer (db24-Note 4): Der Österreicher wirkte erneut nicht wirklich gefestigt und tat sich vor allem in den direkten Duellen gegen den masiven Ex-Löwen Tarsis Bonga schwer. Nach vorne konnte sich der Linksverteidiger kaum gewinnbringend einschalten, defensiv fehlte ihm stellenweise die nötige Präsenz. Folgerichtig wurde der 26-Jährige in der 69. Minute ausgewechselt.
Sean Dulic (db24-Note 4): Der Junglöwe hatte phasenweise Probleme im Stellungsspiel und agierte in einigen Zweikämpfen zu zurückhaltend. Auch im Spielaufbau fehlte dem Innenverteidiger die letzte Klarheit. Am Ende angeschlagen raus. Ob er in der neuen Saison wieder das Löwen-Trikot trägt?
Lasse Faßmann (db24-Note 4): Tat sich insbesondere im Aufbau schwer und wirkte in manchen Situationen noch nicht abgeklärt genug. In den Zweikämpfen fehlte gelegentlich die nötige Cleverness, wenngleich er sich körperlich ordentlich dagegenstemmte. In der Schlussphase wirkte er müde und ausgelaugt.
Marvin Rittmüller (db24-Note 3,5): Bereitete mit seiner Hereingabe das 1:0 vor und erledigte seine Defensivaufgaben weitgehend souverän. Insgesamt ein unaufgeregter Auftritt ohne Spuren hinterlassen zu haben.
Tim Danhof (db24-Note 4): Kam über die rechte Seite kaum zur Entfaltung und wurde insgesamt zu selten ins Spiel eingebunden. Seine sonst so gefährlichen Tiefenläufe und Flanken blieben diesmal nahezu komplett aus.
Thore Jacobsen (db24-Note 3,5): Der scheidende Kapitän zeigte Einsatz und Präsenz im Zentrum. Dennoch fehlte ihm phasenweise die Bindung zum Spiel, ehe er angeschlagen vom Feld musste. Hoffentlich ist er nicht schwerer verletzt, so dass er einen neuen Verein findet.
Xaver Kiefersauer (db24-Note 4,5): Der Junglöwe agierte zunächst als ruhiger Ballverteiler, zeigte Übersicht im Passspiel und überzeugte auch in der Restverteidigung. Nach dem Seitenwechsel ging ihm aber die Puste aus und war unaufmerksam bei Bongas spätem 1:1-Ausgleich. Das darf ihm nicht passieren.
Elf Spiele, nur ein Sieg: Sind Sie von Trainer Markus Kauczinski noch überzeugt?
Samuel Althaus (db24-Note 4,5): Brachte mit seinen Laufwegen und kreativen Ansätzen immer wieder Dynamik ins letzte Drittel. Leistete sich aber auch einige überhastete Aktionen und verlor dadurch zwischenzeitlich etwas den Zugriff auf die Partie. Hatte auch beim späten Ausgleich seine Aktien drin.
Sigurd Haugen (db24-Note 3,0): Der Norweger war erneut der auffälligste Offensivspieler der Löwen. Immer wenn es gefährlich wurde, war Haugen beteiligt. Traf per Kopf zur Führung, suchte konsequent die Tiefe und behauptete viele Bälle stark gegen die Würzburger Defensive. Es ist eigentlich nicht vorstellbar, dass Haugen auch in der nächsten Saison für 1860 stürmt.
Justin Steinkötter (db24-Note 4,0): Wirkte in einigen Aktionen zwar erneut etwas unorthodox, blieb aber ein belebendes Element im Angriffsspiel. Legte das 1:0 stark per Kopf auf und arbeitete viel. Im Abschluss fehlte dem Löwen-Angreifer jedoch erneut die nötige Konsequenz, um sich selbst zu belohnen.
Kilian Jakob (db24-Note 4,5): Hatte nach seiner Einwechslung Schwierigkeiten, Zugriff auf die Partie zu bekommen. Stand einige Male zu weit weg vom Gegenspieler und wirkte im Stellungsspiel nicht immer sattelfest. Bitter zudem der verschossene Elfmeter im Shootout.
Clemens Lippmann (db24-Note 3,5): Brachte nach seiner Einwechslung zumindest etwas Schwung und neue Laufwege ins Offensivspiel. Zeigte mehr Präsenz auf seiner Seite, ohne der Partie letztlich entscheidend seinen Stempel aufdrücken zu können.
Loris Husic (db24-Note 4): Kam nach der Verletzung von Jacobsen ins Spiel, blieb jedoch weitgehend unauffällig. Fand nur selten Zugriff auf die Zweikämpfe und konnte dem Mittelfeld keine neuen Impulse verleihen.
Markus Kauczinski (db24-Note 5,0): Die Löwen lieferten zunächst einen ordentlichen Auftritt ab und gingen verdient mit 1:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel verlor die Mannschaft allerdings zunehmend den Zugriff, wirkte körperlich unterlegen und brachte die Führung nicht über die Zeit. Dass man das Finale nach spätem Ausgleich noch im Elfmeterschießen herschenkte, passt ins enttäuschende Gesamtbild der Saison. Kauczinski muss sich die Frage gefallen lassen, ob er noch die Energie einbringen kann, das Ruder in der neuen Saison nochmal umreißen zu können.






