Harter Boden, harte Folgen: Das sagt Kauczinski zur Rasen-Affäre bei 1860
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 20.02.2026 14:31
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Woher kommt dieses unheimliche Verletzungspech an der Grünwalder Straße 114? Nachdem der TSV 1860 zuletzt zahlreiche muskuläre Probleme verkraften musste und der Klub intern vieles hinterfragte – db24 thematisierte zuletzt auch den harten Untergrund am Einserplatz –, erklärte Kauczinski auf db24-Anfrage: „Das ist auch für mich ein Puzzleteil für unsere Verletzungen – egal ob Samuel Althaus oder jetzt Kilian Jakob. Insgesamt ist der Boden sehr hart. Die Belastung ist sehr hoch, auch was die Spieler subjektiv angeben – und wie ich gehört habe, schon über einen längeren Zeitraum. Die Rückmeldung ist nicht neu. Wir haben jetzt keine Lösung, die in diese Jahreszeit passt – und natürlich budgettechnisch auch nicht ohne ist. Aber es ist hier etwas, was anscheinend schon länger belastet…“
Und das ist noch äußerst zurückhaltend formuliert. Das chronische Verletzungspech kostet die Löwen womöglich eine bessere sportliche Perspektive. Auch der Kreuzbandriss von Tunay Deniz im Herbst 2025 könnte mit den schwierigen Platzverhältnissen auf dem Hybrid-Einser zu tun haben – ebenso wie die monatelange Ausfallzeit von Kapitän Jesper Verlaat. Der Niederländer wird gegen Rostock weiterhin kein Thema für den Spieltagskader sein, obwohl er bereits wieder im Mannschaftstraining steht und seinen Rückstand Schritt für Schritt aufholt.
Folgeschäden sind nicht auszuschließen: Die Muskulatur wird auf dem Einserplatz stärker beansprucht als andernorts.
Harter Boden, harte Folge…
Die Neuanlage eines Rasenplatzes an der Grünwalder Straße 114 kostet eine sechsstellige Summe im unteren Bereich. Doch weil 1860 finanziell chronisch alles andere als flüssig ist und bislang noch kein passender Investor für Hasan Ismaik gefunden ist, müssen die Löwen wohl noch länger mit dem Einserplatz in diesem semiprofessionellen Zustand leben. Eine Alternative wäre bei wärmeren Temperaturen der Fünferplatz – allerdings gilt der traditionell als tief und kräftezehrend.
Kauczinski bringt es auf den Punkt: „Kurzfristig haben wir überhaupt keine Lösung, mittelfristig kann ich auch nicht sagen – das sind natürlich vereinspolitische Dinge. In jedem Fall ist das ein Thema, über das wir reden und das bekannt ist. Das hängt so ein bisschen in der Luft.“
db24 meint: Herr Präsident, bitte übernehmen! Ohne guten Trainingsplatz keine guten Ergebnisse. Wer selbst in der Kreisliga kickt, weiß, wie entscheidend die Platzqualität für Belastungssteuerung, Verletzungsprophylaxe und Wohlbefinden ist. Infrastruktur ist nicht nur das Stadion, sondern auch die Plätze am Trainingsgelände.






