Ex-Löwe Ignjovski tippt ein 4:0 in Ulm: "Es ist einfach schade, dass 1860 nicht in der Bundesliga spielt"
- VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)
- 29.11.2025 06:32
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VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)
Heute lebt Ignjovski wieder in seiner serbischen Heimat und arbeitet als Spielerberater. Eine Trainerlaufbahn schließt er dabei nicht aus – die B- und A-Lizenz hat er bereits in der Tasche. Und auch seine große Leidenschaft aus Kindheitstagen pflegt er weiter: das Malen mit seinem Großvater. „Mir wird nie langweilig“, sagt er im Gespräch mit db24 und lacht.
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Die Löwen werden für ihn immer einen besonderen Platz einnehmen: „Als ich zu 1860 kam, war ich 18 Jahre alt. Jung, grün – aber extrem selbstbewusst. Ich wollte mich beweisen, wollte zeigen, dass ich auch in einem fremden Land zurechtkomme. Nicht nur sportlich, auch menschlich. Und ich wollte mein Heimatland Serbien bestmöglich repräsentieren. Ich glaube, das habe ich geschafft.“

Damals waren die Hürden höher als heute: „Meine Familie musste ein Visum beantragen, um mich zu besuchen – oder ich musste einen neuen Führerschein machen. Heute ist das für Menschen aus dem Balkan viel einfacher (lacht).“
Entdeckt hatte ihn der damalige Löwen-Sportchef Miki Stevic bei OFK Belgrad. 57 Pflichtspiele absolvierte der serbische Nationalspieler in Zweitliga-Zeiten für die Münchner. „Ich wollte nie weg von 1860, aber es gab finanzielle Probleme – und die einzige Lösung war, dass ich zurück nach Belgrad musste. Ich habe dann dort zwei Monate trainiert, bevor Werder Bremen mich verpflichtet hat…“

Ignjovski kommt ins Schwärmen, wenn er an die Giesinger Zeit zurückdenkt: „1860 hat tolle Farben – wie OFK Belgrad: dieses Hellblau! Die Fans lieben diesen Verein, zehntausende Familien leben für diesen Klub. Und München ist eine fantastische Stadt. 1860 ist ein geiler Verein. So viele Spieler haben von dort aus große Karrieren gemacht, auch aus der Jugend: Peniel Mlapa, Kevin Volland, Moritz Leitner, die Benders. Es ist einfach schade, dass 1860 nicht in der Bundesliga spielt. Aber wir wissen ja, wo die Probleme liegen…“

Zum Verein besteht heute kaum noch Kontakt. „Mittlerweile hat sich alles verändert – weder Spieler noch Funktionäre aus meiner Zeit sind noch da. Mit Jugo aus dem Fanshop schreibe ich aber ab und zu…“
Für diese Drittliga-Runde übernimmt Ignjovski die Rolle des db24-Tippexperten – mit einem Augenzwinkern: „1860 gewinnt 4:0 in Ulm, aber nur wenn Kevin Volland und Flo Niederlechner spielen.“






