VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Dass es nie zu einer vernünftigen Lösung in der Stadion-Debatte kommen wird, war klar - trotzdem hat der TSV 1860 freiwillig den Weg im Sommer 2017 zurück ins Grünwalder Stadion gewählt. Jetzt befindet er sich in einer Sackgasse, die nur sehr schwer wieder zu verlassen ist.

Der vorläufig letzte Höhepunkt in der nervenden Stadion-Posse: Das AZ-Interview mit der ehemaligen Verwaltungsrätin Verena Dietl, inzwischen Bürgermeisterin der Landeshauptstadt. Sie kritisiert den TSV 1860 für sein zögerliches Verhalten - und schlägt jetzt dem Drittligisten vor, den Stadion-Umbau selbst zu übernehmen.

Die “Freunde des Sechzger Stadions” machen sich in ihrem aktuellen Facebook-Post lustig über die unterschiedlichen Aussagen aus dem Rathaus und stellen exemplarisch die Statements von Dieter Reiter und Verena Dietl gegenüber: “Der TSV 1860 München ist also schuld, weil er sich mit der Stadt noch nicht auf die Höhe der künftigen Stadionmiete geeinigt hat, die auf Grund der fehlenden Informationen von Sechzig bisher gar nicht ermittelt werden konnte. An der Argumentation solltet ihr vielleicht noch etwas arbeiten…”

Von wem erwarten Sie sich jetzt eine klare Aussage in der Stadion-Posse ums Grünwalder?

Umfrage endet am 06.12.2021 17:00 Uhr

Verliert der TSV 1860 mit der 42-jährigen Dietl, die erst im Februar den Verwaltungsrat verlassen hat, seine wichtigste Verbindung zur Stadt München? Selbst die szene-bekannte SPD-Politikerin hat man bei den Stadion-Freunden nun offenbar nicht mehr lieb.

Was der verbitterte Kampf um die Ruine am Giesinger Berg so alles auslösen kann…