VON OLIVER GRISS UND JOACHIM SIELSKE (BONGARTS/GETTY IMAGES)

Werner Lorant ist unvergessen beim TSV 1860: Er war nicht nur der erfolgreichste Trainer der letzten 50 Jahre an der Grünwalder Straße, sondern auch der, der am längsten durchhielt: Ganze neuneinhalb Jahre. In dieser Zeit stieg Lorant von den Niederungen der Bayernliga bis in die Champions League-Qualifikation auf. Im Oktober 2001 musste Lorant nach einem 1:5 gegen den FC Bayern und einer Spielerrevolte dann gehen. Danach begann der Abstieg des Klubs.

Bis Daniel Bierofka Lorants Erfolge vorweisen kann, ist es freilich noch ein langer, steiniger Weg - doch es gibt viele Parallelen zwischen beiden Trainern. Nachdem Bierofka auf dieblaue24-Nachfrage zuletzt gesagt hatte, dass er von Lorant vor allem die Härte gelernt hat, musste der 68-jährige ehemalige Erfolgstrainer schmunzeln. “Daniel hat bei mir immer gut aufgepasst und deswegen viel gelernt”, erklärte Lorant nun gegenüber dieblaue24: “Ich habe ihn 2000 von den Bayern-Amateuren geholt. Ich habe ihn ihm viel gesehen, deswegen hat er bei mir auch sofort gespielt, auch die beiden Spiele gegen Leeds. Sein Ehrgeiz hat mir imponiert.”

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Als Spieler hat Bierofka Sechzig die noch heute bestehende Rekord-Ablöse von 4,3 Millionen Euro beschert, als er 2002 zu Bayer Leverkusen wechselte. Auch als Trainer sieht Lorant Bierofka auf dem richtigen Weg: “Daniel kann ein sehr guter Trainer werden. Er wird seine Chance bei 1860 nützen.”