Kult-Löwe Miller wird 50: “Nur ein Aufstieg macht 1860 gesund”

Ein Held für die Ewigkeit: Thomas Miller. Foto: GRISS
VON OLIVER GRISS
Wenn Geburtstagskind Thomas Miller ("Mir geht`s sauguat, auch mit 50") sich zurückzieht, dann findet man den Kult-Löwen im Winter nicht selten in den Alpen – beim Skifahren oder Tourengehen. "Das Hörnle in Oberammergau ist eines meiner Lieblingsplätzchen", verrät der Finanzbeamte im Gespräch mit dieblaue24, "das ist ein anspruchsvoller Berg mit nur ein paar Hanseln auf der Piste."
Heute wird`s bei seiner Geburtstagsfeier im heimischen Polling mit der Ruhe allerdings vorbei sein: "Ich feier nicht so gern", gesteht "Killer-Miller", so wie er einst genannt wurde, "doch ein paar Halbe werden wir im engsten Familienkreis schon trinken." Miller steht selbst nicht so gern im Mittelpunkt. Typen wie ihn findet man heute selten, erst recht beim TSV 1860, für den er von 1989 bis 1997 kickte und dort zum Helden avancierte: "Der Aufstieg in Meppen war das Größte, was ich mir vorstellen konnte. Das hat alles getoppt. Wir haben drei Tage durchgemacht."
Deswegen wünscht er seinem Ex-Klub nichts mehr als die Rückkehr in die Beletage des Fußballs: "Dafür muss der Verein JETZT die Weichen für die neue Saison stellen – nicht erst in ein paar Monaten. Wir brauchen zwei, drei Spieler, die sich nicht erst anpassen müssen, sondern sofort einschlagen. Die Zeit, dass man bei 1860 nur Masse statt Klasse kauft, muss endlich vorbei sein. Nur ein Aufstieg macht 1860 gesund."
Dass sich der Verein nun seit neun Jahren im Zweitliga-Mittelmaß bewegt, tut Miller nämlich sehr weh: "Die Zweite Liga darf nicht der Anspruch von 1860 sein, vor allem gibt es ein Problem, das viele noch nicht sehen wollen. Uns bricht eine ganze Generation an Fans weg. Die Kinder suchen sich Vereine aus, die Erfolg haben: Bayern, Augsburg, Nürnberg oder auch Ingolstadt. Welches Kind trägt heute noch mit Stolz ein Löwen-Trikot? Es werden immer weniger."
Mittelfristig brauche 1860 neben dem Aufstieg auch unbedingt eine eigene Heimat. Miller: "Es ist ganz wichtig, dass wir ein eigenes Stadion bekommen. Ein St. Pauli-Fan geht doch auch nicht in die HSV-Heimat." Millers Wunsch: Eine Rückkehr nach Giesing. "Ich habe mir vor ein paar Wochen die Baustelle in Giesing angeschaut. Meine Meinung ist, das könnte man ohne Probleme aufstocken. Das Beste für 1860 ist das Grünwalder Stadion, das muss irgendwann realisiert werden. Doch zuerst muss in die Mannschaft investiert werden."
dieblaue24 wünscht Dir alles Gute, Thomas! Du bist einer der ganz wenigen echten Kerle bei 1860!
Welche Erinnerungen haben Sie an Miller? Was wollen Sie ihm mitteilen? Diskutieren Sie mit!
Kult-Löwe Miller wird 50: "Nur ein Aufstieg macht 1860 gesund",Schlagwörter: Grünwalder Stadion, Thomas Miller
8 Kommentare »
Einen Kommentar hinterlassen!















fussballgott und endlich mal einer der klartext redet.
ois guade
(23 Bewertungen / Positiv: 23 :: Negativ: 0)
Als ich 6 Jahre alt war, wollte ich immer sein wie Thomas Miller!!!
Nur mit solchnen Leuten steigst auf, die aus Überzeugung und nicht aus Geldhunger bei uns spielen!!!
Alles Gute zum Geburtstag!
ELIL
(24 Bewertungen / Positiv: 24 :: Negativ: 0)
Ois guade Thomas, einfach ein Wahrer Löwe!
(3 Bewertungen / Positiv: 3 :: Negativ: 0)
Ois Guade Thomas !!
.
Grieg heute noch Gänshaut wenn ich drann denke wie das ganze Grünwalder Stadion ” Milllllaaaaaaa” brüllte sobald du in Richtung Gegenspieler gewalzt bist. Jeder wußte, entweder gibt der Gegner den Ball vor Angst freiwillig her oder Miller grätscht ihn ihm ab
Hatte mal das Vergnügen gegen dich auf dem Platz zu stehen und bin immer noch begeistert von deinem Erfolgswillen! Bist sowohl auf dem Spielfeld als auch daneben ein super Typ.
(23 Bewertungen / Positiv: 23 :: Negativ: 0)
“Nur ein Aufstieg macht 1860 gesund”.
Wahre Worte, aber mit den personellen ‘Altlasten’ wird dies nicht möglich sein. Ohne Hilfe von außen wird Sechzig auch die nächsten 9 Jahre im Mittelmaß verbringen.
Das Problem bei Sechzig ist nämlich der FILZ welcher sich bisher 9 Jahre erfolgreich gegen konstruktive Kritik und Vorschläge gewährt hat und auch weiterhin verschließt, so scheint es derzeit!
Alleine die letzten Aussagen des Präsidenten Schneider im Hinblick auf den ‘Workshop’ mit Ismaik verdeutlichen dies: Anstatt die ausgestreckte Hand entgegen zu nehmen, wird rumgedrückt, wie man deutlich an dem Kurzinterview auf Sky vor dem Spiel gegen Duisburg entnehmen konnte.
Meiner Ansicht nach ist in der Vergangenheit die aufflammende Kritik immer ausgesessen worden anstatt sich ihr anzunehmen.
Ich hoffe, dass die nun erneut von allen Seiten einprasselnde Kritik (Ismaik, Bodden, Miller, Hildebrandt, und nicht zu vergessen ein Großteil der Fans), welche gerechtfertigt ist, eine Veränderung mit sich bringt.
Ich kann auch nur an die Fans appellieren zukünftig trotz aller Liebe und Euphorie rund um den Verein Skepsis walten und sich nicht von den Verantwortlichen in Watte einlullen zu lassen wie bisher und all den Entscheidungen blind zu folgen.
Schließlich hat uns unsere Gutgläubigkeit (insbesondere d. Mitglieder) mit in die derzeitige Situation gebracht.
Von selbstherrlichen Personen welche zunehmend persönliche Eitelkeiten in den Vordergund rücken wird nämlich derzeit das Bild von Sechzig geprägt und das alles unter dem Decknamen: ‘Zum Wohle des Vereins’. Wo ist das ‘ sich zamreißen’ und auch einmal sich zurücknehmen? Maget? Schneider?
Selbstverständlich macht der Ton die Musik (und die Unbeholfenheit in der Causa Eriksson durch Ismaik war auch nicht deeskalierend) , aber ich kann es nur begrüßen wenn immer mehr Fans das Handeln der Führungsriege hinterfragen. Denunzierungen á la ‘Erfolgsfans’ und ‘ Geh doch zu den Roten’ sind beschämend und kontraproduktiv seitens der ‘Schneider-Günstlinge’.
Sechzig und Erfolg schließt sich nicht aus, das hat uns u.a. 1966 gezeigt.
Und ohne fremde Hilfe schaffen wir es nicht den Ansprüchen gerecht zu werden. (Siehe die letzten 9 Jahre). Enttäuscht wurden wir und zwar jedes Jahr. Ich sehe die Chance mit dem Investor wieder auf einen grünen Zweig zukommen, und bin auch dafür dessen handeln zu hinterleuchten, aber ihn medial u. populistisch zu verteufeln seitens der jetzigen Führung ist beschämend. Es muss ein Mittelweg gefunden werden, und den sehe ich derzeit nur ohne die jetzigen Verantwortlichen (Stichwort Kompromissblockierung).
Ich bin derzeit ein großer Skeptiker, aber ich wünsche mir wie auch alle anderen das Sechzig zu dem wird, was es einmal war: Ein stolzer Verein. Danke.
Alles Gute.
(40 Bewertungen / Positiv: 38 :: Negativ: 2)
Diesen Beitrag sollte der O.Griss golden Umrahmen und auf der Starseite platzieren !
(17 Bewertungen / Positiv: 15 :: Negativ: 2)
Alles Gute Thomas
Danke für den KLartext
(3 Bewertungen / Positiv: 3 :: Negativ: 0)
@Hansi Hinterseer: Das einzig dubiose an Dir ist Dein user-Name!
– Sehr guter Beitrag!!!
(7 Bewertungen / Positiv: 7 :: Negativ: 0)