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Schneider: “Ismaik? Ich würde es wieder so machen”

Übermittelt von auf 14. Januar 2013 – 14:02 9 Kommentare

Bringt Dieter Schneider 1860 aus der Krise? Foto: GRISS

Bringt Dieter Schneider 1860 aus der Krise? Foto: GRISS

Der Löwen-Boss rechnet nicht damit, dass heute bei der Außerordentlichen Aufsichtsratsitzung eine Entscheidung fällt: "Auch der Montag ist kein Termin, nachdem wir dann sagen können: Hopp oder top"

VON OLIVER GRISS

Nein, am Handy ist Dieter Schneider (64) derzeit kaum zu erreichen. Der Druck auf ihn ist groß, schließlich geht es heute im Showdown an der Grünwalder Straße (20 Uhr) um die Löwen-Zukunft. Zuvor hat er beim Gründungsbesuch der Bodensee-Löwen der "Schwäbischen Zeitung" ein Interview gegeben. Schneider über:

die Rücktrittsforderungen von Hasan Ismaik und sein Durchhaltevermögen: "Eine gewisse Disziplin ist meiner Generation anerzogen worden. Wenn man von der Sache überzeugt ist, dann schnauft man durch und es geht weiter. Und ich darf erinnern: Der TSV 1860 stand damals vor der Insolvenz. Dies konnte nur durch einen Investor verhindert werden. Die Alternative wäre gewesen, in der Bayernliga neu anzufangen. Das heißt: Ich würde es wieder so machen. Natürlich ist es wahnsinnig schwierig, aber nochmal: Ohne das Geld von Hasan Ismaik gäbe es uns nicht mehr."

die Einflußnahme des Investors: "Es ist ja nicht so, dass Ismaik keine Einflussnahme hat. Wir haben, als wir den Vertrag mit ihm gemacht haben, den Rahmen ausgelotet und ihm alles zugestanden, was im Rahmen der DFL-Statuten möglich ist."

die Ismaik-Beschimpfungen ("alter Mann"): "Nun ja, da darf man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Nachwievor bin ich davon überzeugt, das wir auch diesmal wieder zusammenkommen. Es ist ja auch lustig: Sven-Göran Eriksson wird bald 65 Jahre alt – so alt wie ich bin. Auch bin ich nicht der "Autoverkäufer". Ich führe Industriebetriebe und weiß, wie man komplizierte wirtschaftliche Vorgänge vorwärts bringt, ich habe international 20 Jahre im Vorstand von Weltkonzernen gearbeitet. Ich kenne das Spiel."

die heutige Sitzung: "Es gibt eine Menge Sachfragen zu klären – und die werden wir klären. Aber auch der Montag ist kein Termin, nachdem wir dann sagen können: Hopp oder top. Das Wichtigste ist, dass wir weiter im Gespräch sind. Es kommt nicht auf ein oder zwei Tage an,  aber wir müssen das zügig klären, damit wir Planungssicherheit für die Rückrunde und auch für die kommende Saison haben."

Sven-Göran Eriksson: "Wenn ich einen Trainer, der ehemals Weltruf genoss, für einen Zweitliga-Verein verpflichte, dann führt das zu einer Menge von Nachfolgeentscheidungen. Das hat dann Konsequenzen, die zu finanziellen Konsequenzen führen. Es geht darum, ein Paket zu finden, das ich vorab finanziell abschätzen kann. Wir wissen jetzt, wie das funktionieren könnte."

seine Kandidatur im März: "Das bietet sich jetzt an. Im März sind Präsidiumswahlen, und da sollte eine gewisse Planungssicherheit da sein. Ich würde mich ja sonst lächerlich machen." 

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9 Kommentare »

  • Hansi Hinterseer sagt:

    Wenn heute Abend keine Einigung erzielt wird, bzw. die Dilettanten des Vereins den Kompromiss-Vorschlag des Investors nicht zustimmen, dann würde dies die Unfähigkeit, die Inkompetenz und den Egosimus der Verantwortlichen zeigen.
    Es geht um Sechzig und das Beste für den Verein hinsichtlich Planungssicherheit.
    Und das Beste für Sechzig sind professionelle Persönlichkeiten, d.h. ein Hinterberger, Maget und zuletzt auch ein Hr. Schneider haben ihr ‘Soll’ erfüllt…..
    Hinterberger hat die sportliche & finanzielle Situation mit seinen miserablen Transfers zu verantworten.
    Ein Maget ist schlicht ein Verlierer-Typ, was er bereits bei der SPD mehrmals bewiesen hat und ein Sprücheklopfer ohne Tiefgang.
    Und ein Herr Schneider so kommt es mir zuletzt vor, ein von Eitelkeiten geprägter Blockierer, der zuletzt sich mehr um seine persönliche Situation als um den Verein Sorgen macht!

    Spätestens im März bei der Delegierten Wahl müssen die Verantwortlichen Rechnung tragen.
    Zeit, dass sich etwas zum positiven verändert.
    Die letzten 9 Jahre waren geprägt von graue Maus dasein in der 2.Liga, Ansprüche denen nicht im geringsten Rechnung getragen worden ist (Aufstieg, Stadion) und persönlich Befindlichkeiten.

    ELIL

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    • Maxl sagt:

      Weißt du, was im Kompromissvorschlag drin steht? Die Verantwortlichen sollen dem Vorschlag aber zum Wohle des Vereins zustimmen? Also ich persönlich will so eine Aussage nicht treffen, sondern sage, die Verantwortlichen sollen zum Wohl des Vereins eine Entscheidung treffen!
      Ich hoffe ja auch auf eine Einigung, sehe aber auch die Gefahren. Der Aufsichtsrat wird sich mit der Thematik auseinandersetzen und dann entscheiden. Und wenn sie den Kompromiss ablehnen sollten, müssen sie sich erklären. Erst wenn ich die Gründe die für oder gegen eine Einigung sprechen, kenne, werde ich mir selber ein Urteil bilden können.
      Und noch was. Zumindest waren im Post vor mir keine persönlichen Beleidigungen dabei, denn das stört mich gewaltig, wenn ich les “Hinterlader”, “Schneider verpiss dich”, “das Arschloch Schneider steht dem Verein im Weg”, aber auch auf der anderen Seite “Mecki”, “der Scheich soll sich schleichen” und was sonst noch alles. Sechzig ist ein sehr emotionaler Verein, den viele Menschen lieben und jeder meint, sein Weg wär der einzig wahre und alle anderen sind Idioten. Und jedem Einzelnen gestehe ich ja auch zu, dass er es gut meint mit unseren Löwen und Herzblut hat. Aber etwas Toleranz gegenüber anderen Meinungen würde uns allen nicht schaden.
      Übrigens hab nur allein ich die einzige Wahrheit, wie 1860 wieder nach oben kommt, aber die behalt ich jetzt erst mal für mich ;-)

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      • Noname sagt:

        Maxl, raus damit du Sau ;)

        ansonsten volle Zustimmung!

        LG

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      • Hansi Hinterseer sagt:

        Guter Einwand! Natürlich weiß ich NICHT was in den ominösen Kompromissvorschlags Papieren steht.
        Nur sehe ich wiederholt die Gefahr, dasss aufgrund von Nebenkriegsschauplätzen es nicht zum Kompromiss kommt.
        Und die obige Aussage von Hr. Schneider, dass es nicht unbedingt der Montag sein muss, sehe ich wieder als Anlass für meine Bedenken.
        Selbstverständlich kann noch der ein oder andere Punkt nachverhandelt werden, nur im GROßEN und GANZEN erwarte ich heute zum Wohle des Vereins (und meines Gemüts;)) einen Kompromiss, der es ermöglicht sich ab sofort intensiv um Transfers bzw. um die sportliche Ausrichtung zu bemühen. Schließlich ist die sportliche Leitung bereits im Trainingslager. Und dort sollte man mit der kompletten Mannschaft und mit den womoglich neuem Trainerstab sich auf die Rückrunde vorbereiten.

        Hinsichtlich Umgangsformen gebe ich Dir absolut Recht. Nur sehe ich in meinem obig gennannten Kommentar keine beleidigungen falls Du darauf anspielen möchtest.
        Hinterbergers Transfers sind miserabel – Fakt!
        Maget ist meiner Auffassung nach ein Verlierertyp – untermauere ich gerne mit Fakten, wenn gewünscht, nur soviel: Mister 18%….
        Und ein Herr Schneider ist nicht unfrei von Eitelkeiten (‘ICH bin der Retter von 1860′) und zuletzt hat er ebenfalls an Profil verloren durch seine nicht leistungsbezogenen Personlaentscheidungen (Schmidt, Hinterberger)….

        Zeit, dass sich etwas bewegt in der Führungsriege!

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  • petermuc sagt:

    Also der Vorstand hat den Plan, ja schon durchgewunken, heute tagt doch der Aufsichtsrat.

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  • TPHF sagt:

    Welche Entscheidungsmacht hat denn der Aufsichtsrat?
    Steiner meinte doch irgendwas von wegen “Präsidium befangen erklären”, er würde zustimmen etc.
    Kann der AR also das Präsidium außer Kraft setzen und den Deal durchdrücken?

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  • Baltarsa sagt:

    Bei aller Kritik lieber Hansi Hinterseer eines darf man nicht vergessen wenn Herr Maget im Hintergrund und nicht so Öffendlich wie manch anderer und Herr Schneider nicht im richtigen Momend an der richtigen Stelle gewesen wären, würde 60 heute in der Bayernliga kicken also bitte etwas mehr Respekt. Maget und Schneider sind bei 60 Ehrenamtlich und Opfern obendrein noch eine Menge Freizeit. Danke

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    • Hansi Hinterseer sagt:

      Natürlich ist es löblich, dass selbige Personen in ihrer Freizeit sich um den Verein bemühen, nur eines ist auch klar: Hr. Schneider hatte gar keine andere Möglichkeit als auf Investorensuche zu gehen, schließlich hat damals kein EINZIGES Kreditinstitut 1860 helfen wollen.
      Und dafür verdient auch ein Hr. Ismaik Respekt, dass er sich dem ‘Problem’ 1860 angenommen hat und SEIN Geld in den Verein investiert. Den verlieren tut der Investor am Ende am meisten falls soweit kommen sollte.
      Dafür ist ihm meines Erachtens nach weder von Hr. Schneider noch von Hr. Maget annäherend der verdiente Respekt entgegen gebarcht worden. Stattdessen brüstet sich ein Hr. Schneider in der Münchner Medienlandschaft als DER Retter und ein Hr. Maget stellt sich vor ein paar Tagen vor laufende Kamera’s und tönt: Der Investor ist seinen ‘Verpflichtungen’ nicht nachgekommen.
      Was übrigens verständlich ist bei dem Missmanagement der letzten Jahre.

      Aber gut, da scheinen wir unterchiedlicher Auffassung zu sein.

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  • trainingsfan sagt:

    Die Presse hat natürlich vom großen Streit geschrieben, aber ich habe Olli schon auf dem Platz gesagt: du wirst sehen, das ist nur ein großer Bluff von Ismaik und am runden Tisch wird normal verhandelt, so ist es auch gewesen und jeder ist zufrieden . ob die Gelder fließen hat noch keiner geschrieben? oder doch, dann habe ich es überlesen.

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