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Die blaue Notenparade: Wannenwetsch, wir sehen uns wieder!

Übermittelt von auf 24. November 2012 – 17:25 19 Kommentare

Die Löwen spielen 2:2 bei Union Berlin: Unglücklicher Tag für Vallori, frischer Wind durch Wood – Schmidt bekommt die Note 2

VON FLORIAN GRESS

Alexander Schmidt (44) hat den Löwen neues Leben eingehaucht: Viel Überraschendes war beim 2:2 gegen Union Berlin zu sehen – und neu ist bei1860 auch, dass der Cheftrainer bei seiner Analyse durchaus Kritikpunkte kommuniziert: "Wir haben vor allem nach Standards im Kopfballspiel Schwächen gezeigt, die Zuordnung hat einfach nicht gestimmt. Da ist noch viel Luft nach oben." Die blaue Notenparade – absofort wird auch die Leistung des Trainer beurteilt – in der Übersicht: 

Gabor Kiraly (Note 3): Der Löwen-Keeper war beim ersten Treffer für Union schuldlos, beim zweiten wehrte er den Ball unglücklich vor die Füße von Berlin-Stürmer Nemec ab. Auffällig: Der Ungar führte nahezu jeden Abstoß kurz aus, sodass 1860 nach der Schmidt-Philosophie das Spiel von hinten heraus mit kurzen Bällen aufbauen konnte.
Grzegorz Wojtkowiak (Note 4): Endlich traute sich der polnische Nationalspieler auch wieder einmal über die eigene Hälfte hinaus nach vorne, wenngleich viele Flanken von ihm sehr unpräzise kamen. Verbessert im Passspiel, wenngleich er sich das eine oder andere Mal von seinen Gegenspielern noch überlaufen ließ.
Gui Vallori (Note 5): Erwischte einen unglücklichen Tag und fand bei den Union-Standards einfach kein Mittel gegen die kopfballstarken Stuff und Karl. Dementsprechend auch hauptverantwortlich für den 1:0-Führungstreffer der Berliner nach einer Ecke, als er zu spät kam.
Christopher Schindler (Note 3): Solide Vorstellung des Innenverteidigers und ohne Schuld bei beiden Gegentreffern. Rückte für Aygün in die Startelf, da Schmidt einen schnellen Defensivmann bevorzugte.
Maximilian Nicu (Note 4): Der Rumäne erledigte gegen den Ball einen ordentlichen Job und ließ nur wenige Flanken der Berliner zu. Doch obwohl er eigentlich eine gelernte Offensivkraft ist, konnte er nach vorne kaum Akzente setzen. Schaltete er sich einmal mit nach vorne ein, produzierte er zu viele unpräzise Pässe. 
Stefan Wannenwetsch (Note 3): Leitete mit einem unnötigen Ballverlust den Eckball zum 0:1 ein. Ansonsten aber eine sehr akzeptable Leistung des 20-jährigen Talents mit Drang nach vorne und vielen gewonnenen Zweikämpfen sowie klugem Passspiel. Er darf wiederkommen!
Daniel Bierofka (Note 3): Diesmal mit deutlich weniger verlorenen Bällen als in den bisherigen Spielen der laufenden Saison. Agierte als Motor im Spielaufbau der Löwen und dies größtenteils sehr ordentlich. Lediglich der entscheidende Pass in die Spitze fehlte das eine oder andere Mal.
Basti Maier (Note 4): Musste bei seinem Start-Debüt schon nach einer Hälfte wieder vom Platz. Zuvor mit einer durchschnittlichen Leistung. Hatte die größte Löwenchance im ersten Durchgang, als er zentral freistehend in die Arme von Union-Torwart Haas schoss. Ansonsten mit einem technisch anspruchsvollen Spiel, wenngleich noch mit zu vielen Fehlpässen.
Daniel Halfar (Note 4): Zum wiederholten Male mit zu vielen Ballverlusten in verlorenen Dribblings. Außerdem mehrfach schwach getretene Standards. Irgendwie scheint der Ex-Bielefelder nach einer guten Phase zu Saisonbeginn nach seiner langer Verletzung in einem Tief zu stecken.
Moritz Stoppelkamp (Note 2): In den ersten 45 Minuten im Sturm neben Lauth noch völlig wirkungslos, drehte er später im rechten Mittelfeld auf und bereitete beide 1860-Tore mit einer Hereingabe von rechts vor. Bravo, Stoppel!
Benny Lauth (Note 1): Erst gar nicht zu sehen und dann mit zwei blitzsauberen Toren. Der Kapitän erzielte seine Saisonstreffer sechs und sieben. Darüber hinaus im zweiten Durchgang mit weiteren klugen Aktionen, als er sich immer wieder zurückfallen ließ und mehrere Angriffe initiierte. Das neue Schmidt-System kommt im entgegen.
Markus Ziereis (Note 3): Nach 45 Minuten eingewechselt für Maier. Danach rückte er neben Lauth in den Sturm. Hatte allerdings kaum nennenswerte Aktionen, wenngleich er viel rackerte und auch durchaus seine Gegenspieler bis in die eigene Hälfte verfolgte.
Necat Aygün (Note 4): Kam nach 57 Minuten für Vallori. Doch auch der Deutsch-Türke konnte die Abwehrprobleme der Löwen bei den Union-Standards nicht lösen. Beim bitteren 2:2-Ausgleich hob er das Abseits auf, sodass plötzlich mehrere Berliner frei vor Keeper Kiraly auftauchten.
Bobby Wood (Note 3): Eine Belebung für 1860. Eigentlich war der US-Boy schon weg – doch Schmidt holte ihn zurück zu 1860. 
Alexander Schmidt (Note 2): Trotz der hartnäckigen Gerüchte um Sven-Göran Eriksson der Gewinner des Wochenendes: Bei seinem Trainer-Debüt als Cheftrainer des TSV 1860 war unübersehbar, was mit Schmidt in den nächsten Wochen alles möglich ist: Das Spiel der Löwen ist viel variabler als unter Maurer. Schade, dass am Ende nur ein 2:2 raussprang. Dass Schmidt insgesamt vier Talente (u.a. Wannenwetsch) einsetzte, die vor ein paar Wochen noch beim 1:0-Derbysieg der U21 gegen den FC Bayern auf dem Platz standen, zeigt, dass er selbst als Zweitliga-Novize risikobereit ist.

Die Löwen spielen 2:2 in Berlin: Wie hätten Sie Lauth & Co. bewertet? Diskutieren Sie mit!

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19 Kommentare »

  • Sechzger_Flo sagt:

    Ihr habt den Stoppelkamp vergessen! Der hat ne 2 verdient!

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  • Oliver Griss sagt:

    @Flo: Steht doch drin

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  • Shorty sagt:

    wieso zum Teufel habt ihr den Stoppel nicht verdammt noch mal 90 min auf dem rechten Flügel spielen lassen….idioten -.- uaaargh

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  • Thompsen60 sagt:

    mit einer (völlig verdienten) 2 ;-)

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  • peter sagt:

    Wannenwetsch hätte schon ne 2 verdient. War bester mann aufm platz

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  • Floete sagt:

    Co Trainer Denis Bushuev hätte auch ne Benotung verdient!

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  • trainingsfan sagt:

    Endlich wurde der Ball mal flach gespielt und schnell, das habe ich seit monaten nicht mehr gesehen, da hat Alex Schmidt eine sehr gute Leistung vollbracht.
    Maurer hätte diese Möglichkeit auch gehabt, als wir ihn deswegen fragten hatte er nur gelächelt.

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  • 18sebi60 sagt:

    Viel zu schlecht bewertet mMn…

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  • elgreco sagt:

    Biero ne 3???? habts scho mitbekommen wer den mattuschka hat seelenruhig flanken lassen anstatt mal hinzugehen…
    für mich auch heute wieder ne 5! und bitte niemehr auf der 6 im löwentrikot.

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  • lionwalle sagt:

    Schmidt hat vieles richtig gemacht, die Mannschaft ist endlich gelaufen, nur den Stoppel muß er über rechts kommen lassen…Wannenwetsch ist ein absoluter Gewinn, weiter so, dann kann man sich die Löwen wieder anschauen…Und nun zu den Benny-NÖrglern, seht ihr was wir an dem haben???

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  • löwenblau sagt:

    So, jetzt haben wir den Salat. Der Sportdirektor Hinterberger hat fatale und teure Fehleinkäufe getätigt, die jetzt zum Groteil auf der Tribüne oder auf der Bank sitzen und das vermutlich noch über einen langen Zeitraum oder auch für immer. Eigentlich müsste der Sportdirektor für dieses sportliche Missmanagement, sofort seinen Hut nehmen und die Konsequenzen dafür tragen, nicht nur der schon entlassenen Trainer, das wäre zu einfach, nur Einem die schuld in die schuhe zu schieben. Hier wurden/werden auf Dauer Hundertausende an Gehältern für Spieler “verbraten”, die 60 in keinster Weise mehr weiterbringen werden und die ab jetzt vermutlich nur noch als teurer “Balast” mitgeführt werden. Gottseidank setzt der neue Trainer Alex Schmidt auf die Jugend und auf die eigenen U21-Spieler und er hat dabei absolut recht. Schon heute beim Spiel in Berlin war seine neue Handschrift zu sehen und es war ein Spielsystem erkennbar, das auch seinen Namen verdient. Man konnte von 60 nach ganz langer Zeit endlich mal wieder einen erfrischenden Offensiv-Fussball sehen, mit vor Einsatz sprühenden Youngstern, allen voran Wannenwetsch und später auch noch Wood. Man stelle sich nur mal vor, Alex Schmidt hätte die Profimannschaft schon zu Saisonbeginn übernommen und er hätte sich die Spieler auf dem Transfermarkt aussuchen können, die er wollte, wo würde 60 dann stehen; vermutlich ganz weit oben in der 2. Liga-Tabelle. Aber nein, den Herren Maurer und Hinterberger wurde die sportliche Leitung übertragen und was dabei herausgekommen ist, das hat sich deutlich gezeigt; einfach beschämend. Diesen beiden Vorgeannten ist es alleine geschuldet, dass wieder einmal eine ganze Saison für 60 abgehakt werden kann. Und der Hammer dabei ist, dass der Sportdirektor, der für dieses Dilemma hauptverantwortlich ist, immer noch im Sattel sitzt! Wie lange noch??? Herr Ismaik bitte werden Sie endlich tätig, wir Fans warten dringend darauf endlich einen echten und kompetenten Sportmanager bei 60 zu bekommen!!!!

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  • Floehmbo sagt:

    Das mit gabor lass ich so auch nicht gelten. Wohin haette er den Ball abprallen lassen? War schon super das er ihn noch erwischt hat und das die Abwehr 2 mal schläft dafür kann er doch nichts :)

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  • imbongoOhO sagt:

    Die Benotung finde ich insgesamt zu Negativ.

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  • Frankenlöwe sagt:

    Benotung völlig in Ordnung.Last den Trainer nur in Ruhe weider machen.

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  • Tino sagt:

    Ach was war das für ein schönes Spiel. Vielleicht nicht das Ergebnis, aber hey, was für eine Laufbereitschaft und dann wurde endlich mal wieder gekämpft. Für mich nach dem Spiel gegen Sandhausen das beste Spiel der Saison.

    Und hör doch mal auf zu schimpfen! Anfangs der Saison haben alle gejubelt, was wir für tolle Einkäufe getätigt haben, wie ruhig und abgeklärt das Umfeld agiert… Hat das jeder wieder vergessen? Manchmal wäre es schön, wenn wir Fans nicht auch immer so wankelmütig unsere Fahne in den Wind drehen würden. Ach und bevor wieder alle negative Daumen geben, ich bin auch nicht zufrieden wie es läuft, aber….
    60, 60, 60… die Saison ist noch nicht vorbei.

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